Bravo-Rufe und Zugaben bei der Musikgemeinde

Einen abwechslungsreichen Konzertabend bot die Polnische Kammerphilharmonie unter der Leitung von Wojciech Rajski den Mitgliedern der Musikgemeinde Harburg in der Heimfelder Ebert-Halle.

Heimfeld. Ein Mosaik unterschiedlicher Musikstile von Edvard Grieg über Carl Maria von Weber und George Gershwin bis hin zu Antonin Dvorák. Da konnte das Orchester seine große Bandbreite und Vielseitigkeit beweisen.

Im Mittelpunkt stand jedoch als besonderer Höhepunkt der vorzügliche Solist des Abends: Wolfgang Meyer, Klarinette, Professor an der Musikhochschule in Karlsruhe. In Webers Klarinettenquintett B-Dur op. 34 in einer Fassung für Klarinette und Streichorchester bot er ein packendes Erlebnis bläserischer Gestaltungskunst. Herzhaften forte-Partien standen Bereiche in piano und pianissimo gegenüber, geprägt von einem geradezu traumhaften Klarinetten-Klang.

Sehr amerikanisch, mit Anklängen an seinen "Amerikaner in Paris", kam das Orchester in Gershwins "Three Preludes" (eigentlich für Piano) daher. Kompakt und jazzig forsch, cool und prägnant dabei die Klarinette. Honoriert mit Bravo-Rufen entließ das Publikum den Solisten nicht ohne Zugabe, einen Tango von Astor Piazzolla.

Hatte der Dirigent in den zwei nordischen Weisen für Streichorchester op. 63 aus dem Spätwerk Griegs das Orchester bei sorgfältiger Artikulation zu guter Gewichtung der Orchestergruppen geführt, so markierten Bauerntanz und Lyrik den reinsten Grieg.

Das großartige Orchester entließ die Zuhörer mit Dvoráks Serenade E-Dur für Streichorchester op. 22 mit homogenem Schönklang.