Harburg
Kommentar

Freizeitskipper brauchen Platz

Harburg bekommt einen Sportboothafen im Binnenhafen.

Und die damit verbundene Verlagerung von Sportbootvereinen aus dem Naturschutzgebiet Schweenssand wird nun mit Vorweisen eines Ersatzquartiers in Gang gebracht werden können. Hört man Vertreter der Sportbootvereine, so klingt ihre früher oft vernommene Ablehnung des Binnenhafens als neues Domizil inzwischen weniger krass. Die Skipper bemühen sich, den bevorstehenden Wechsel aus dem grünen Naturhafen-Idyll am Ufer der Süderelbe in den mit Gewerbebauten und künftig auch mit Wohngebäuden bestückten Harburger Binnenhafen schön zu denken. Sie wollen am neuen Standort eine Hafengemeinschaft gründen, alles was zu tun ist, gemeinsam organisieren. Aber sie wollen auch in ihrer ursprünglichen Vereinsgemeinschaft weiter bestehen.

Die Vereine hatten in ihren bisherigen Häfen am Elbufer Stege mit Bootsliegeplätzen, Gerätehäuser, ein Vereinshaus oder auch für geselliges Beisammensein überdachte Plätze. Nun geht es in Verhandlungen noch darum, im Harburger Binnenhafen auch für das Vereinsleben notwendige Infrastruktur zu schaffen, ein Vereinshaus mit Gemeinschaftsraum, Sanitäreinrichtung und Geräteräumen. Das sollte bei den Investitionen drin sein. Hört man Vertreter vom Hamburger Sportbund und vom Hamburger Motorbootverband, die maßgeblich an den Verhandlungen mit den Behörden beteiligt sind, dann scheint es in diesem Punkt noch zu kneifen. Einen wirklichen Vorteil haben die Vereine im Binnenhafen, weil durch die Schleuse ein konstanter Wasserstand herrscht und die Boote - wie am Elbufer - bei Ebbe nicht mehr auf Grund liegen.