Harburg

Elbkate wird abgerissen

Stadersand: Nur noch Schutzraum für den Notfall

STADE. An keinem Punkt in Stade gibt es einen so herrlichen Blick auf die Elbe mit ihrem Schiffsverkehr wie in Stadersand. Dort, wo die Schwinge in den Elbstrom mündet, gibt es einen unverbauten Elbblick. Dort beginnt und endet seit Jahren der Törn mit dem Elbe-City-Jet in Richtung Blankenese und St.-Pauli-Landungsbrücken. Früher machten Hadag-Dampfer im Sommer dort fest. Doch der Elbblick, der Generationen von Stadern und Stade-Besuchern erfreut hat, ist seit Jahren getrübt. Die oberhalb des Anliegers stehende traditionsreiche Elbkate ist seit mehr als zehn Jahren geschlossen und verfällt. Versuche der Stadt Stade, sie neu zu verpachten, sind immer wieder gescheitert. Die Rettung war zu aufwendig, zu teuer. Möglichen Pächtern war das Abenteuer, sich finanziell zu engagieren, zu groß. Und Bedenken kamen auch immer wieder vom Industrieunternehmen in der Nachbarschaft - der Dow.

Einerseits braucht Stade einen Schutzraum für den Fall eines Gasunfalles bei Dow Chemical. Andererseits ist auch ein großes Ausflugslokal, wie es die Elbkate einmal war, dort nicht mehr opportun. Jetzt steht fest: Das verfallende Gebäude oberhalb des Fähr-Anlegers Stadersand wird abgerissen. Diesen Sommer noch wird es Bestand haben, Ende des Jahres kommen dann - so bestätigte Kersten Schröder-Doms, Stadtbaurat in Stade - die Abrißbagger.

Vorher aber schon gibt es positive Veränderungen an der Mündung der Schwinge in die Elbe: Die Stadt hat sich neben der alten Elbkate ein Grundstück gesichert, auf dem praktisch eine neue Elbkate entstehen wird. Eine Art Mehrzweckgebäude, so Schröder-Doms: Es handelt sich um ein Restaurant mit etwa 60 Plätzen, das im Sommer betrieben wird und ganzjährig auch als Schutzraum dient. Zur Zeit laufen im Stader Bauamt die Vorbereitungen für das vom Rat bereits abgesegnete Projekt. Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms geht davon aus, daß das Bauwerk noch im Sommer stehen und in Betrieb genommen werden kann. Seine Meinung: "Die Fahrgäste, die auf den Elbe-City-Jet warten, erwarten, daß sie dort Gastronomie und einen Schutz vor Regen vorfinden."