Harburg

Chance für Wörmes "Wilde Erika"

Wörme. Gibt es noch eine Chance für die Schmalspurbahn "Wilde Erika" in der Nordheide? Nachdem Geschäftsführer Carsten Recht von der Feld- und Kleinbahn-Betriebs GmbH zu Ostern erklärte, dass die Bahn am 28. September das letzte Mal zwischen Wörme-Dorf und dem Schafstall unweit der Bahnstation Büsenbachtal verkehren werde, gab es eine viele Reaktionen. Bedauern auf breiter Front, so Recht. Aber auch eine deutlich höhere Fahrgastzahl als zuletzt. Außerdem kursiert in der Nordheide eine unter anderem vom Förderverein für die "Wilde Erika" organisierte Unterschriftensammlung für die Erhaltung der Kleinbahn. Dazu gibt es den Hamburger Daniel Hoffmann, einen engagierten Feldbahnfreund, der den Betrieb gern weiterführen würde. Carsten Recht: "Ich würde das unterstützen, ihm wohl auch Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Aber das ändert nichts daran, dass ich selber nicht weitermachen werde. Ich habe erkannt, dass ich meine drei Jahre verfolgten Pläne nicht verwirklichen kann. Darum ziehe ich mich zurück." Zu dieser Entscheidung trägt auch bei, dass er von den offiziellen Vertretern in der Gemeinde Handeloh, zu der Wörme gehört, keine Unterstützung findet. Trotzdem freut Recht, dass die Bahn, die an jedem Wochenende verkehrt, von Ostern bis Ende Mai schon 1800 Passagiere gehabt hat. Der Ausverkauf der Wörmer Schmalspurbahn hat allerdings schon begonnen. Rund 400 Meter Gleise, die für eine Verlängerung der Strecke vorgesehen und eingelagert waren, wurden an ein Torfwerk im Saterland verkauft und zum Teil bereits abgeholt. Interesse an mehr Schienen ist vorhanden. Informationen zu der Feld- und Kleinbahn und die Fahrtermine gibt es im Internet unter "www.wilde-erika.de" und Telefon 04187/32 005. Der Förderverein "Wilde Erika" will sonntags am Nachmittag beim Bahnhof Wörme Demeter-Hoferzeugnisse anbieten