Hip-Hop

Blumentopf: Das letzte Konzert ist auch das größte

Wunder, Roger, Sepalot, Cajus und Schu wollen keine Band mehr sein.

Wunder, Roger, Sepalot, Cajus und Schu wollen keine Band mehr sein.

Foto: Andreas Gebert / dpa

Die Freisinger Hip-Hop-Pioniere Blumentopf schauten auf ihrer Abschiedstournee in der Sporthalle vorbei.

Hamburg. Deutscher Hip-Hop ist nach wie vor das ganz heiße Ding, auch an einem kalten Donnerstag in Hamburg. Megaloh aus Frankfurt rappt im ausverkauften Mojo Club und Blumentopf, die „Antihelden“ und „Die Jungs aus dem Reihenhaus“ aus Freising spielen in der ebenso ausverkauften Sporthalle.

7000 Fans kommen in die olle Sportbutze in Winterhude, das ist das größte Konzert der Bayern in der Hansestadt – und auch das 21. und letzte. Fast 25 Jahre nach der Gründung 1992 sind Cajus, Holunder, Schu, Roger und DJ Sepalot mit ihrer Lveband Les Didiers und bayrischen Trachtenbläsern auf Abschiedstournee, das letzte Album „Nieder mit der GbR“ ist bereits vier Jahre alt.

Blumentopf geben noch mal alles

Aber einmal noch zeigen die Fünf Hip-Hop-Pioniere der ersten Stunden, die durch ihre Rap-Reportagen im Ersten bei den Welt- und Europameisterschaften zwischen 2006 und 2014 bekannt wurden, drei Stunden lang ihr Freestyle-Können. Kreuz, quer und Freestyle geht es durch sieben Alben mit „Systemfuck“, „Fenster zum Berg“, „Horst“, „Mein Block“, „Nerds“, „Was’ der Handel“, „Rosi“ und „So Lala“.

Eigentlich merkwürdig, mit so einem Auftritt, so einer „Party-Safari“ mit „Schweiß“, „6 Meter 90“, „Mehr“ und „Blattgold auf Anthrazit“ abzutreten. Aber man soll ja aufhören, wenn „Alles im Lot“ ist. Vielen Dank für die Blumen.