Winterhude

Radwege und Co.: Maria-Louisen-Straße wird umgestaltet

Sanierung der Fahrbahn, Verlegung von Bushaltestellen, breitere Radwege: Die Maria-Louisen-Straße soll in zwei Bauabschnitten aufgehübscht werden. Arbeiten sollen im kommenden Sommer beginnen.

Hamburg. Unsichere oder gar keine Radwege, zu enge Gehwege, Schäden auf Fahrbahn und Nebenflächen: Die Maria-Louisen-Straße in Winterhude steht streckenweise nicht gerade für eine sichere Verkehrsführung - dabei handelt es sich um einen viel genutzten Schulweg.

Doch damit soll nun Schluss sein. Im Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude wurde am Montagabend ein Plan vorgestellt, der vorsieht, die Straße und ihre Kreuzungen in Schuss zu bringen. Und zwar in zwei Bauabschnitten: Streekbrücke bis Sierichstraße (Bauabschnitt I) und Dorotheen- bis Barmbekerstraße (Bauabschnitt II). Die Genehmigung ist nach Abendblatt-Informationen nur noch eine Formsache.

„Eine Sanierung der Gehwege und der Fahrbahn ist überfällig“, sagt Christoph Ploß, Verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, der die geplante Maßnahme als eigenen Erfolg verbucht. „Es freut uns, dass unsere langjährige Forderung endlich von den Behörden umgesetzt wird, da hiervon Radfahrer, Fußgänger und insbesondere die Schüler des Johanneums profitieren werden.“

Maßnahmen für den ersten Bauabschnitt:

Maria-Louisen-Straße, von Streekbrücke bis Sierichstraße (Bauabschnitt I):

Radverkehr: In diesem Abschnitt sind bisher nur am Anfang und am Ende Radwegreste auf den Nebenflächen übrig geblieben. Die Fahrbahn ist an dieser Stelle 12 Meter breit und wird abschnittsweise vierstreifig befahren. Parkende Autos erschweren es den Radlern, auf der Straße zu fahren. Deswegen weichen viele auf die Gehwege aus. Das soll sich ändern: Um den Verkehr hier abzuwickeln, genügen auch zwei Fahrbahnen. Stattdessen entsteht auf beiden Seiten ein Radfahrstreifen. Auch das Abbiegen soll den Radlern künftig erleichtert werden. Im Bereich der Bushaltestellen sollen außerdem Abstellbügel eingebaut werden.

Gehwege: Die Wege neben der Fahrbahn sind momentan jeweils etwa vier Meter breit. Etwa 2,20 Meter gehen für einen Parkstreifen mit dazwischenstehenden Bäumen drauf. Für die Fußgänger bleiben so nur noch etwa 1,80 Meter. Und dieser Weg ist teilweise durch Baumwurzeln aufgebrochen und mit Flickstellen übersät. Fußgänger mit Gehhilfen oder Kinderwagen haben hier richtig Probleme. Das soll sich ändern: Die Gehwege werden saniert. Die Fahrbahn wird ummarkiert, wodurch etwa 0,50-0,70 Meter Breite gewonnen werden - und diese kommen dem Gehweg zugute. Dafür müssen parkende Autos künftig in einigen Abschnitten „halb auf dem Gehweg“ stehen.

Bushaltestellen: Die beiden Haltestellen „Maria-Louisen-Straße“ (Linie 109) sind in einem schlechten Zustand, haben keine regelkonforme Bordhöhe und sind ohne Betonfahrbahn. Zum einen soll nun die Haltestelle Richtung Hauptbahnhof auf die Westseite der Sierichstraße verlegt werden und eine separate Fläche bekommen. Auch die Haltestelle in Richtung Alsterdorf wird verschoben und hält künftig etwa 10 Meter weiter westlich. An beiden Stationen wird die Bordkante 60 Zentimeter vorgezogen. Da hier viele Schüler ein- und aussteigen, wird der Gehweg auf der Ostseite bis zur Sierichstraße um etwa 25 Zentimeter verbreitert. Geparkt werden darf hier dann nicht mehr.

Fahrbahn: Etliche Schlaglöcher und Asphaltflicken übersäen auch die Fahrbahn der Maria-Louisen-Straße. Diese Schäden sollen beseitigt werden, die Fahrbahn wird komplett saniert.

Einmündung Maria-Louisen-Straße, Agnesstraße:

Ein Linksabbiegerstreife würde hier viele Parkplätze kosten - deshalb wird das Linksabbiegen in und aus der Agnesstraße künftig verboten. Dazu wird eine Trenninsel angelegt, die Radfahrer über eine Lücke passieren können. Anlieger erreichen über die Blumenstraße oder aus Richtung Westen ihr Anwesen.

Kreuzung Maria-Louisen-Straße/Willistraße/Blumenstraße

An dieser Kreuzung soll sich viel tun. Zum einen werden die Fußgängerfurten näher an die Kreuzung verlegt. In beide Richtungen sollen Linksabbiegefahrstreifen kommen, die Fußgängerleitgitter verschwinden. Radfahrer in der Maria-Louisen-Straße sollen künftig indirekt über eigene Signale abbiegen können. Radler, die auf der Willistraße unterwegs sind, fahren im Mischverkehr mit, bekommen aber einen Vorbeifahrstreifen, damit sie vor eventuell rechts abbiegenden Fahrzeugen stehen und von diesen gesehen werden können. Außerdem sollen hier sechs zusätzliche Parkplätze entstehen.

Maria-Louisen-Straße/Rondeel

Hier wird der Gehweg durch einen großen Baum und illegal geparkte Fahrzueg auf einen schmalen, unbefestigten Streifen eingeengt. Das soll sich ändern: Die Fläche des illegalen Parkstandes wird abgesperrt, ein legaler Schrägparkstand wird nach Süden verschoben. Damit entsteht ein durchgehend zwei Meter breiter Gehweg.

Bauarbeiten

Die Bauarbeiten am ersten Abschnitt über die Länge von 590 Metern sollen im Sommer 2015 umgesetzt werden und zwischen zwei bis drei Monate dauern. In dieser Zeit wird es besonders an den Kreuzungen und an den Bushaltestellen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. Für die Fahrbahnerneuerung in der Maria-Louisen-Straße werden Teil- und auch Vollsperrungen, sowie Einbahnregelungen über mehrere Tage hinweg nötig sein. Querstraßen werden an den Einmündungen zeitweise voll gesperrt. Finanziert werden die Maßnahmen aus der „Förderung des Radverkehrs“, die Kosten betragen vermutlich 700.000 Euro.