Sanierungsarbeiten

Zahlreiche Straßen entlang der Fuhlsbüttler Straße gesperrt

Zwischen dem Barmbeker Bahnhof und der Wellingsbüttler Landstraße in Ohlsdorf sind ab August zahlreiche Straßen gesperrt. Grund ist die Sanierung der „Fuhle“ im Rahmen der Busbeschleunigung.

Hamburg. Zwei Busspuren in der Fahrbahnmitte, Radfahrstreifen am Rand und nur noch zwei Spuren für Autos – am 4. August beginnen an der Fuhlsbüttler Straße in Barmbek-Nord die Umgestaltungsmaßnahmen zur Busbeschleunigung. Die Metrobus-Linie 7 befördert hier auf ihrem Weg vom Borchertring bis zum Bahnhof Barmbek täglich 14.000 Fahrgäste – Tendenz steigend.

Laut der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ist die Leistungsfähigkeit der Linie jedoch eingeschränkt: Die Busse ständen in der Rushhour oft im Stau, Haltebuchten würden häufig durch Zweite-Reihe-Parker blockiert und auch beim Wiedereinfädeln in den Verkehr gehe kostbare Zeit verloren.

Straßensperrungen während der Sanierungsarbeiten

Die Fahrbahnen der „Fuhle“, eine wichtige Hamburger Nord-Süd-Verbindung, sind zudem marode. In insgesamt vier Bauabschnitten finden deshalb Sanierungsarbeiten zwischen dem Barmbeker Bahnhof und der Wellingsbüttler Landstraße in Ohlsdorf statt, wie die Verkehrsbehörde mitteilte. Während der Bauzeit vom 4. August bis Ende November wird die Fuhlsbüttler Straße halbseitig für den Verkehr gesperrt. Im ersten Bauabschnitt zwischen Hellbrookstraße und Rübenkamp wird sie in Richtung Norden zur Einbahnstraße. Der Verkehr nach Süden soll über den Rübenkamp umgeleitet werden. Mit der Sanierung werden Bushaltestellen und an der Kreuzung Alte Wöhr eine Busspur stadtauswärts angelegt.

Im zweiten Bauabschnitt zwischen Genslerstraße und Dennerstraße werden bis Ende September unter anderem die Auf- und Abfahrten vom Ring 2 (Lauensteinstraße und Dennerstraße) zeitweise gesperrt. Der Verkehr kann während der Bauzeit nur vom Langenfort in die Alte Wöhr fließen, umgekehrt nicht. Im dritten Bauabschnitt kommt es zu Sperrungen bei den Einmündungen kleinerer Nebenstraßen.

Im vierten Bauabschnitt wird zwischen dem 14. August und 31. August an zwei Wochenenden der Einmündungsbereich in die Alsterdorfer Straße gesperrt. Bis Ende November könne es zu weiteren Einschränkungen auf der Fahrbahn kommen, da Restarbeiten auf den Nebenflächen stattfinden, so die Verkehrsbehörde.

Kritik von Anwohnern und Opposition

Wie schon in Winterhude und St. Georg stehen auch hier Teile der geplanten Maßnahmen bei Anwohnern und Oppositionspolitikern in der Kritik. Der Stadtteilrat Barmbek-Nord etwa bemängelt die Planungen zum Umbau des Knotenpunktes Fuhlsbüttler Straße/Alte Wöhr/Langenfort gleich aus mehreren Gründen.

So könne eine ost-westlich verlaufende historische Grünzugsachse nicht komplett wiederhergestellt werden, was dem Freiraumentwicklungskonzept widerspreche. Außerdem verursache die derzeitige Planung durch „umständliche und unintuitive Wegeführung“ ein erhebliches Sicherheitsproblem für Fußgänger, Radfahrer und Linksabbieger. Darüber hinaus erwarte die Autofahrer bei der Abfahrt vom Ring 2 ein erheblicher Rückstau in der Lauensteinstraße Richtung Neue Wöhr.

Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU Hamburg-Nord, übt vor allem Kritik am Wegfall der Linksabbiegerspur von der Fuhlsbüttler Straße in den Langenfort. Künftig müssen alle Autofahrer, die von Norden kommen, zunächst rechts abbiegen, um einen Parkplatz herumfahren und können dann erst links abbiegen. „Sämtliche Planungen des Busbeschleunigungsprogrammes sind eine Katastrophe“, so Ploß. „Sie lösen keine Verkehrsprobleme, schaffen dafür aber etliche neue.“