Hamburg

Angeklagter hält verdeckten Ermittler für Profikiller

Nach Messerattacke auf einen Taxifahrer wurde der 33-Jährige beobachtet. Als er einen Mord plante, beauftragte er die falsche Person.

Hamburg. Es geht um einen blutigen Angriff auf einen Taxifahrer sowie einen Mordversuch, angeklagt sind ein 33-Jähriger und dessen Mutter. Vor dem Hamburger Landgericht hat am Dienstag der Prozess gegen die beiden begonnen.

Der Sohn soll der Anklage zufolge in der Nacht zum 7. Mai 2014 den damals 59 Jahre alten Taxifahrer am Tschaikowskyplatz mit einem Küchenmesser lebensgefährlich verletzt haben. Knapp zwei Jahre später sollen er und seine Mutter einen Auftragsmörder engagiert haben, um den Bruder der Exfreundin des Angeklagten umbringen zu lassen. Der vermeintliche Auftragsmörder war jedoch ein verdeckter Ermittler, wodurch die Sache aufflog. Die 59 Jahre alte Mutter und ihr Sohn waren im Juni auf St. Pauli verhaftet worden.

Die Polizei hatte nach Hinweisen auf den 33-Jährigen im Zusammenhang mit dem Angriff auf den Taxifahrer drei verdeckte Ermittler auf ihn angesetzt. Zuvor hatte sich nach einem Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ über die Messerattacke ein Zeuge gemeldet, der den Angeklagten der Tat bezichtigte.