Für den guten Zweck

In der HafenCity im Flüchtlingszelt übernachten

Jochen Bader von More then Shelters in einem Domo. In einem solchen Flüchtlingszelt können Hamburger in der HafenCity übernachten

Jochen Bader von More then Shelters in einem Domo. In einem solchen Flüchtlingszelt können Hamburger in der HafenCity übernachten

Foto: Andreas Laible

Gegen eine Spende können Hamburger ab dem 18. August in Zelten schlafen, die in Flüchtlingslagern oder Krisengebieten benutzt werden.

HafenCity. Eine Übernachtung in einem Zelt, das sonst in Flüchtlingslagern und Krisenregionen eingesetzt wird, das ist von Dienstag, 18. August, bis Sonnabend, 22. August, in der Hafencity möglich.

Das Motto der Aktion: Spende eine Nacht. So soll Geld für weitere Unterkünfte gesammelt werden, sagt Jochen Bader, Mit-Initiator der Hamburger Firma More than Shelters.

Die sogenannten Domos (= esperanto für „Zuhause“), die in der HafenCity aufgebaut werden, sind mobile Unterkünfte, die aus einzelnen Modulen bestehen und so individuellen Bedürfnissen angepasst werden können. Bisher wurden sie in Nepal und im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari eingesetzt. Seit Anfang des Jahres wird die preisgekrönte Unterkunft in Serie produziert.

Empfohlen wird eine Spende von 150 Euro

Insgesamt stehen vier Domos zur Verfügung. Jedes ist mit vier komfortablen Betten und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Gebucht werden kann online unter www.domo-hotel.com. Empfohlen wird eine Spende von 150 Euro pro Übernachtung. Einen festen Preis für die Übernachtung gebe es aber bewusst nicht, sagte Bader. „Jeder soll ein Domo und sein Raumgefühl erleben können.“ Vorrangig ginge es darum, Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Am Morgen wird ein gemeinsames Frühstück angeboten. Außerdem stehen täglich von 10 bis 18 Uhr Mitarbeiter für Gespräch zum Hilfsprojekt zur Verfügung.

Die Aktion in Hamburg findet zum ersten Mal statt. Mit den gewonnenen Erfahrungen und dem Material soll das Domo-Hotel auch in Zukunft gerne an verschiedenen Orten eröffnet werden, so Bader. Auch die Integration des Projekts in temporäre Veranstaltungen ist denkbar. „Die Aktion soll das Leben von Flüchtlingen und Erdbebenopfern langfristig verbessern.“