Hamburg

SPD und Anwohner lehnen weiteres Hotel im Münzviertel ab

Kleiner Eindruck vom Münzviertel (Archivbild)

Kleiner Eindruck vom Münzviertel (Archivbild)

Foto: imago/Panthermedia

Ihre Kritik: In den letzten Jahren sei ein Gleichgewicht zwischen Hotels, Büros und Wohnungen nicht gewahrt worden.

Hamburg.  Für ein brachliegendes städtisches Grundstück zwischen Amsinckstraße und Spaldingstraße im Münzviertel wünschen sich die Anwohner und die Bezirkspolitik eine Bebauung, aber nicht durch ein Hotel. Ein entsprechender Antrag wurde von der SPD-Fraktion im Hauptausschuss der Bezirksversammlung Mitte eingebracht und beschlossen.

Die entstehende Verkehrsbelastung in Verbindung mit bereits vorhandenen angrenzenden Hotelentwicklungen sei der Anlass gewesen, eine Hotelnutzung des Grundstücks vertraglich ausschließen lassen zu wollen, sagte der baupolitische Sprecher Oliver Sträter. Mittes SPD-Fraktionschef Tobias Piekatz kritisierte: „In den letzten Jahren wurden in St. Georg und Hammerbrook zu viele Hotels gebaut.“ Ein Gleichgewicht zwischen Hotels, Büros und Wohnungen sei dabei nicht gewahrt worden.

Wie berichtet, werden allein in diesem Jahr in Hamburg mindestens zehn neue Hotels mit mehr als 2000 Zimmern eröffnen. Mit Sorge verfolgt Dehoga-Präsident Franz Klein die rasante Entwicklung und forderte in dem Abendblatt-Bericht: „Wir benötigen klare Strukturen für die weitere Entwicklung des Hamburger Hotelmarkts.“