Weltfrauentag

Polizei warnt Autofahrer: Vier Demos an nur einem Abend

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags wollen mehrere Hundert Demonstranten in Hamburg auf die Straße gehen (Archiv)

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags wollen mehrere Hundert Demonstranten in Hamburg auf die Straße gehen (Archiv)

Foto: imago / Christian Mang

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags sind in Hamburg Protestzüge geplant. Worauf sich Autofahrer heute einstellen müssen.

Hamburg. So viel Protest gab es selten an nur einem Tag: Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags wollen an diesem Mittwoch mehrere Hundert Demonstrierende in Hamburg auf die Straße gehen. Ab dem Nachmittag muss mit erheblichen Behinderungen für den Autoverkehr in weiten Teilen der Neustadt, von St. Pauli und Altona gerechnet werden. Bei insgesamt vier angemeldeten Demonstrationen werden laut Polizei rund 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

"sister's march" (17.30 bis 19.10 Uhr)

Die voraussichtlich größte Hamburger Demonstration am Weltfrauentag, der sogenannte "sister's march", startet um 17.30 Uhr auf dem Rathausmarkt. Die rund 1000 erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer demonstrieren damit "für eine Welt, in der alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, ihrem Glauben und ihrer sexuellen Orientierung uneingeschränkt gleichberechtigt zusammenleben", wie es im Aufruf zur Demo heißt.

Ab 18 Uhr bewegt sich der Demonstrationszug zunächst über Jungfernstieg und Valentinskamp bis zur Feldstraße. Das Ende ist gegen 19.10 Uhr am Centro Sociale gegenüber der Rindermarkthalle am Neuen Kamp geplant. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es eine gemeinsame Feier in dem Stadtteilzentrum.

"Pussy Grabs Back" (16.00 bis 18.30 Uhr)

Auch aus der Gegenrichtung kommt ein Demonstrationszug zum Centro Sociale. Unter dem Motto "Pussy Grabs Back" versammelt man sich ab 16 Uhr vor dem Mercado in der Ottenser Hauptstraße. Der Slogan ist eine Anspielung an die Äußerung von US-Präsident Donald Trump, der sich in einem Gespräch damit gebrüstet hatte, er könne Frauen jederzeit in den Schritt fassen („Grab them by the Pussy“). Die Aussage hatte im Präsidentschaftswahlkampf für große Empörung gesorgt.

"In Zeiten, wo Trump, AfD & Co. zum Angriff auf die Rechte von uns Frauen blasen, wollen wir uns wehren", heißt es in einem Aufruf der Linksjugend solid Altona, die die Demo veranstaltet. Erwartet werden rund 200 Menschen. Auf Facebook haben sich unterdessen rund 600 Teilnehmer angekündigt. Nach einer kurzen Kundgebung in Ottensen soll es über die Große Bergstraße in Richtung Reeperbahn gehen. Von dort geht es durch die Talstraße und die Wohlwillstraße zum Neuen Kamp weiter, wo der Protestzug gegen 18.30 Uhr enden soll.

"Internationaler Weltfrauentag" (17.30 bis 20.00 Uhr)

Eine weitere Demonstration mit rund 300 Teilnehmern ist ab 17.30 Uhr am Millerntorplatz geplant. Veranstalter ist laut Polizeiangaben eine Privatperson. Von der U-Bahnstation St. Pauli geht es im Anschluss über Reeperbahn und Nobistor bis zur Große Bergstraße. Das Ende der Veranstaltung ist für 20 Uhr geplant.

"Frauen*kampftag" (19.00 bis 21.30 Uhr)

Die letzte Demonstration startet am Mittwochabend am Grünen Jäger auf St. Pauli. Die Organisatoren des sogenannten "Frauen*kampftag" aus dem linken Spektrum wollen ebenfalls rund 300 Teilnehmer auf die Straße bringen. "Trans- und Interpersonen und alle, die sich den Zwangskategorien der Zweigeschlechtlichkeit nicht zuordnen" seien aufgerufen, sich an dem Protestzug zu beteiligen.

Nach einer Begrüßung um 19 Uhr wollen die Teilnehmer zunächst über das Schulterblatt, die Altonaer Straße und die Schanzenstraße durch das Schanzenviertel ziehen. Im Anschluss geht es über die Budapester Straße und die Reeperbahn zur Bernhard-Nocht-Straße, wo die Demonstration gegen 21.30 Uhr enden soll. Zwischenkundgebungen sind laut Polizei an der Schanzenstraße und am Millerntorplatz geplant.