Hamburg

Der Hafengeburtstag wird 2016 einen Tag länger gefeiert

Taufe beim Hafengeburtstag: Die "Aida Prima" in einer Computersimulation

Taufe beim Hafengeburtstag: Die "Aida Prima" in einer Computersimulation

Foto: Aida Cruises / dpa-tmn

Höhepunkt des 827. Hafengeburtstags wird die feierliche Taufe der "AidaPrima", des neuesten Kreuzfahrtschiffs der deutschen Reederei.

Hamburg.  Die Planung des 827. Hafengeburtstags vom 5. bis 8. Mai in Hamburg läuft, die Vorfreude steigt: Zumindest haben die Veranstalter für das alljährliche Hafenfest zu Wasser und zu Lande schon am Montag kräftig die Werbetrommel gerührt. Höhepunkt wird in diesem Jahr die Taufe des neuen Kreuzfahrtschiffes „Aida Prima“ der Reederei Aida am 7. Mai sein.

Neben den Attraktionen zu Wasser sei es das Ziel, immer stärker die kulturellen Institutionen an Land mit einzubeziehen, kündigte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) am Montag an. Hier die Höhepunkte des 827. Hafengeburtstags, der dieses Jahr wegen Christi Himmelfahrt einen Tag länger gefeiert wird. Und zu dem eine Million Besucher erwartet werden, „wenn das Wetter mitspielt“, so Horch:

Die Höhepunkte des 827. Hafengeburtstags

Schiffstaufe: Dafür den 7. Mai im Kalender anstreichen. Bevor am Abend das neue Kreuzfahrtschiff „Aida Prima“ den Segen für seine Seereisen bekommt, heißt es Koffer-Anpacken: Bis zu 3500 Passagiere werden am Morgen im Terminal Steinwerder von Bord des Schiffes gehen und im Laufe des Tages etwa die gleiche Menge wieder an Bord, wie Aida-Kommunikationschef Hansjörg Kunze berichtete. Abends legt sich die „Prima“ mit einem weiteren Flottenschiff vor die Landungsbrücken und wird mit Feuerwerk und Lichtshow (22.30 Uhr) illuminiert. Beide Schiffe gehen anschließend auf Reisen. PS: Wer dem Schiff allzeit gute Fahrt wünschen wird, verrät Aida noch nicht.

Schlepperballett: Ebenfalls am 7. Mai vormerken, um 15.00 Uhr. „Wir sind tideabhängig“, sagte Hafenkapitän Jörg Pollmann. Will sagen: Wenn die Containerschiffe reinkommen, werden die Schlepper andernorts gebraucht. Dann ist keine Zeit für ein Tänzchen. Darum drehen die bis zu 5000 PS-starken Kolosse zur Kaffeezeit vor den Landungsbrücken taktvoll auf.

Segen: Damit Hamburgs größtes Volksfest unter einem guten Stern steht, erbitten Geistliche beim traditionellen ökumenischen Eröffnungsgottesdienst am 5. Mai (14 Uhr) um göttlichen Beistand. Mit Glockenschlag an Bord der "Rickmer Rickmers" wird anschließend (15.30 Uhr) die Mega-Party eröffnet.

Paraden: Die Ein- und Auslaufparaden gehören zum Hafengeburtstag wie das Butter bei die Fische. Wenn die mehr als 300 erwarteten Schiffe - vom Windjammer bis zur Jolle - am 5. Mai ab 16.00 Uhr ankommen, geht die Party richtig los; wenn sie die Hansestadt am 8. Mai um 16.00 Uhr verlassen, sagt ganz Hamburg „Tschüs!“.

Bordbesuch: ist unter anderem wieder auf Großseglern (erstmals mit der „Santa Maria Manuela“), Marineschiffen, Seenotrettern und Zollbooten möglich. 70.000 Menschen guckten sich 2015 Kajüten mal von innen an. Wo, was, wann und für wie viele, diese Fragen beantwortet die Stadt Hamburg im Internet. Wer tiefer in die Geschichte des Hafens eintauchen will: Das Hafenmuseum und das Maritime Museum zeigen ebenfalls Flagge.

Landgang: Von der Hafencity über Baumwall, Landungsbrücken und Fischmarkt bis zum Museumshafen Övelgönne versprechen die Veranstalter 200 Programmpunkte von Karussells über Bands bis zu Speisen und Getränken. Das diesjährige Partnerland Ungarn hat ebenfalls Musik und Tanz sowie ungarische Küche im Gepäck und ist an der Kehrwiederspitze zu finden. „Es geht uns darum, den Dialog mit Ungarn zu führen“, sagte der Wirtschaftssenator angesichts der politischen Spannungen in der EU um die Flüchtlingspolitik. Wirtschaftliche Verbindungen könnten eine politisch schwierige Situation positiv beeinflussen, ergänzte er. 700 Hamburger Unternehmen haben laut Handelskammer Geschäftsbeziehungen zu Ungarn.

Seegang: Damit keiner wo-auch-immer über Bord geht, werde das Sicherheitskonzept immer wieder überarbeitet, sagte Horch. Zwar werde es eine verstärkte Präsenz von Polizei und Ordnungshütern geben, „aber keine Videoüberwachung“. Zu Wasser hat der Hafenkapitän das Sagen. „ Es gibt ein Menge logistischer Abläufe im Hintergrund“, berichtete Pollmann. Aber Herausforderungen wie den Hafengeburtstag nimmt er gerne an: „Wir freuen uns drauf.“