Laternen-Umzug in Hamburg

600 Menschen demonstrieren für Greenpeace-Aktivisten

Das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ und die 28-köpfige Crew waren nach einer Aktion gegen Ölbohrungen in der Arktis von russischen Behörden festgesetzt worden. Hamburger zogen mit Laternen durch die Innenstadt.

Hamburg. Mehr als 600 Menschen haben am Sonnabend nach Greenpeace-Angaben an einer Solidaritätsdemonstration in Hamburg für die in Russland inhaftierten Mitstreiter der Umweltorganisation teilgenommen.

Sie zogen mit Laternen durch die Innenstadt in Richtung russisches Generalkonsulat. „Lasst die Aktivisten frei – Schützt die Arktis!“, hieß es auf einem großen Banner. Die Polizei sprach von 500 Teilnehmern.

Das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ und die 28-köpfige Crew sowie zwei Bildberichterstatter waren am 19. September nach einer Aktion gegen Ölbohrungen in der Arktis von russischen Behörden festgesetzt worden. Russland wirft den Aktivisten Rowdytum vor. Ihnen drohen deshalb bis zu sieben Jahre Haft. Nachdem die Aktivisten zunächst in Murmansk festgehalten wurden, warten sie seit Dienstag in St. Petersburg auf ihren Prozess.

Gut 2000 Menschen haben nach Greenpeace-Angaben am Sonnabend in mehreren deutschen Städten an Solidaritätsdemonstrationen für die in Russland inhaftierten Mitstreiter der Umweltorganisation teilgenommen. In Berlin waren rund 350 Menschen mit Laternen, Trommeln und Trillerpfeifen von der Gazprom-Zentrale in der Markgrafenstraße über die Friedrichstraße zur Russischen Botschaft Unter den Linden unterwegs. In Frankfurt/Main versammelten sich nach Greenpeace-Angaben 500 Demonstranten, in München 250 und in Leipzig und Bonn jeweils 200.

Weltweit hatte Greenpeace in mehr als 260 Städten in 43 Ländern zu solchen Kundgebungen aufgerufen, wie ein Sprecher am Sonntag sagte. Proteste gab es demnach auch in Paris, Warschau, San Francisco und Mexiko.