Wilhelmsburg

Gartenschau: CDU verlangt Akteneinsicht

Scharfe Kritik an Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau. Die Internationale Gartenschau wird voraussichtlich mit einem Minus von rund 25 Millionen Euro zu Ende gehen.

Hamburg. Die CDU hat wegen der schlechten Bilanz der Internationalen Gartenschau (igs) in Wilhelmsburg scharfe Kritik an Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau (SPD) geübt und Einsicht in die Akten der igs-Aufsichtsratssitzungen verlangt. Hintergrund: Die igs wird voraussichtlich mit einem Minus von rund 25 Millionen Euro zu Ende gehen. Statt der geplanten 2,5 Millionen Gäste besuchten nur etwa 1,2 Millionen Menschen die Gartenschau. Vor allem die Hamburger selbst interessierten sich weit weniger für die igs, als es sich die Veranstalter erhofft hatten. Neben der Kritik an den angeblich zu hohen Preisen war daher zuletzt bemängelt worden, dass es in Hamburg selbst zu wenig Werbung für die Veranstaltung gegeben habe.

„Senatorin Blankau ist als Aufsichtsratsvorsitzende der igs persönlich verantwortlich für die betriebswirtschaftlichen Ziele und Vorgaben für die Gartenschau, also auch für die Festlegung der Eintrittspreise“, sagte jetzt CDU-Haushaltspolitiker Roland Heintze. „Wieso hat Frau Blankau die Kritik an den Preisen monatelang ausgegessen und die Chance nicht genutzt, den Eintritt zu senken? Wieso wurde nicht deutlich offensiver für die igs geworben?“ Das wochenlange „Nichtstun“ des Senats trotz der lange bekannten Probleme koste die Hamburger nun mehrere Millionen Euro. „Der Senat ist den Hamburgern Antworten schuldig“, so Heintze. „Wir verlangen Einsicht in die Unterlagen der betroffenen Aufsichtsratssitzungen der igs.“