Nach Sanierung

Hamburgs „Kleiner Michel“ wird wieder eröffnet

Ein Jahr lang ist die kahtolische Kirche umgebaut worden. Jetzt soll der sogenannte Kleine Michel wiedereröffnet werden. Hamburgs Erzbischof Werner Thissen will beim Weihgottesdienst dabei sein.

Hamburg.

Der katholische „Kleine Michel“ neben dem evangelischen Hamburger Michel wird nach einjähriger Umbauzeit am 1. September wieder eröffnet. Ziel der Sanierung der St. Ansgar-Kirche war es, den ursprünglichen Raum im französischen Stil von 1955 wieder zur Geltung zu bringen, teilte die Gemeinde am Montag mit. Die Baukosten betrugen 2,2 Millionen Euro. Finanziert wurden sie vom Erzbistum Hamburg.

Der Weihegottesdienst mit Erzbischof Werner Thissen beginnt um 11.30 Uhr. Um 17 Uhr feiert die Gemeinde eine „Drei-Generationen-Vesper“ – ein Gottesdienst zusammen mit den evangelischen Hauptpastoren Johann Hinrich Claussen von St. Nikolai und Alexander Röder von St. Michaelis. Während der Bauarbeiten wurden die katholischen Gottesdienste in der Krypta des benachten „Großen Michel“ gefeiert.

Der „Kleine Michel“ war ursprünglich eine Vorläuferkirche der Hauptkirche St. Michaelis und wurde während der Hamburger Franzosenzeit Anfang des 19. Jahrhunderts zu einer römisch-katholischen Kirche geweiht. Nach der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg wurde sie mit französischer Hilfe wieder aufgebaut und 1955 erneut geweiht.

Mit der Sanierung wurde der klassizistische Kirchenraum der 50er Jahre wieder neu sichtbar gemacht. Die Südfassade musste umfangreich wieder hergestellt werden, weil man sie 1973 beim Bau der Katholischen Akademie zur Hälfte zubetoniert hatte. Außerdem hat die Kirche jetzt eine Fußbodenheizung.