Spektakulärer Immobilien-Deal

Milliardäre kaufen luxuriöse Augstein-Villa an der Elbe

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Ulrich Gaßdorf
Zwei bekannte Hamburger Milliardäre haben die Augstein-Villa an der Elbhöhe in Hamburg gekauft (Symbolbild).

Zwei bekannte Hamburger Milliardäre haben die Augstein-Villa an der Elbhöhe in Hamburg gekauft (Symbolbild).

Foto: IMAGO / Panthermedia

Zwei Hamburger Schiffsmakler haben das Anwesen gekauft. Und sie haben Pläne.

Hamburg. Die Adresse Elbhöhe in Nienstedten gehört zu den exklusivsten Hamburgs. Wer hier ein Grundstück sein Eigen nennt, hat einen unverbaubaren Wasserblick inklusive – und vermutlich viele Millionen dafür gezahlt. Nun hat es dort einen spektakulären Immobiliendeal gegeben. Zwei bekannte Hamburger Schiffsmakler und Milliardäre haben sich ein traumhaftes Anwesen samt reetgedeckter Villa gesichert, das einst "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein gehörte.

Augstein hatte das Anwesen samt 20.000 Quadratmeter Grundstück in den 1960er Jahren erworben. Nachdem er 2002 gestorben war, soll es mehrfach den Eigentümer gewechselt haben. Bei den jetzigen Verkäufern handelt es sich um eine dreiköpfige Eigentümer-Gemeinschaft, die im Zuge des Geschäfts 20 Millionen Euro bekommen haben soll.

Immobilien Hamburg: Augstein-Villa verkauft

"Wir haben gemeinsam mit Partnern dieses Grundstück gekauft. Wir wollen das Gelände entwickeln und das bestehende Gebäude abreißen lassen", sagte der Käufer dem Abendblatt. Dort soll es eine kleinteilige Bebauung geben. Beim zuständigen Bezirksamt Altona liegt laut einer Sprecherin bislang noch kein Abrissantrag vor. Allerdings hat der Bezirk im Zuge des Deals sein Vorkaufsrecht für rund 1800 Quadratmeter Fläche des Grundstücks ausgeübt. Diese soll der öffentlichen Grünfläche am Elbuferwanderweg zugeschlagen werden.

Die Käufer haben ihren Firmensitz am feinen Ballindamm in der Hamburger Innenstadt. Sie haben als Schiffsmakler ihr Vermögen gemacht: Ihre Dienste nutzt, wer Containerschiffe bauen lassen, kaufen oder verkaufen will. Sie sind in der Schifffahrtswelt exzellent vernetzt, nur wenige Reedereien können es sich erlauben, auf ihre Dienste zu verzichten.

Geschäftsbeziehung zu Donald Trump

Zumeist agieren die Unternehmer diskret und suchen nicht die große Bühne. Aber für Schlagzeilen sorgte bereits vor Jahren eine Verbindung mit dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump. Mit ihm verband die Hamburger eine enge Geschäftsbeziehung, die bis zum Beginn der 90er-Jahre zurückreicht. Damals übernahm Trump als Pächter ein markantes Hochhaus in New York an der Wall Street (Nummer 40) in Manhattan.

Den im Art-déco-Stil 1930 errichteten Wolkenkratzer hatten die Hamburger 1982 gekauft. Heute ist das berühmte Trump Building Dreh- und Angelpunkt einer engen Partnerschaft – so eng, dass einst der damalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer die Hamburger Schiffsmakler bat, ihm ein Treffen mit Trump zu arrangieren.

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