Hamburg. Die Cuci Bar in Hoheluft hat zu, kommt aber kurzzeitig ins Viertel zurück. Was die Macher dort anbieten – und was es kostet.

Der Abschied im April fiel vielen Nachbarn schwer: Nach elf Jahren an der Bismarckstraße in Hoheluft-West hatte die Hamburger Gastro-Familie Viviani ihre beliebte Cuci Bar geschlossen. Nun die Überraschung: Am kommenden Sonnabend (1. Juni) geht zumindest der Verkauf der selbst gebackenen Kekse, Torten und Kuchen weiter. Aber nur für kurze Zeit.

Mit emotionalen Botschaften hatten sich einige Gäste von Annelie, Alfredo und Tanja Viviani Mitte April verabschiedet. Sie hatten Zettel an die Scheibe des Cafés geklebt, auf denen stand zum Beispiel: „Wir werden euch sehr vermissen – die Pasta, die Salate, die Lasagne, die liebenswerte Freundlichkeit“ oder „Liebe Vivianis, ihr werdet fehlen in der Bismarckstraße. Die beste, cremigste Lasagne in ganz Hamburg, eure Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit ist einzigartig.“

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Die Gerichte kamen bei den Anwohnern sehr gut an. So gut, dass sich einige Gäste sogar noch die Rezepte für das Salatdressing und die Soße für die Spaghetti-Scampi oder den begehrten Käsekuchen holten.

Nachbarn verabschiedeten sich mit emotionalen Botschaften von Familie Viviani.
Nachbarn verabschiedeten sich mit emotionalen Botschaften von Familie Viviani. © Genevieve Wood | Genevieve Wood

Nach mehr als 30 Jahren in der Gastronomie an verschiedenen Standorten in Hamburg hat Familie Viviani nun aufgehört. Das Aus hat nichts mit der Krise in der Gastronomie zu tun. Immerhin ist Koch Alfredo Viviani, der ursprünglich aus der Emilia-Romagna stammt, mit seinen 81 Jahren nicht mehr ganz jung. „Mein Papa konnte nicht mehr. Ihm tut der Ruhestand sehr gut“, sagt Tochter Tanja Viviani.

Ganz anders ihre Mutter, die 74 Jahre ist. „Meine Mutter vermisst die Arbeit sehr. Für sie war es nie Arbeit, nur Freude – egal, ob sie Salate wäscht oder Kuchen backt“, sagt Tanja Viviani.

Beliebte Cuci Bar kommt am 1. Juni mit Pop-up-Store nach Hoheluft zurück

Und so kam die Idee auf, in einem Pop-up-Store in Hoheluft zumindest zeitweise selbst gebackene Kekse und Kuchen zu verkaufen. Am 1. Juni startet an der Bismarckstraße 88 der erste Versuch.

Am Sonnabend ist an der Bismarckstraße 88 in Hamburg Premiere für den Keks- und Kuchenverkauf von Annelie und Tanja Viviani.
Am Sonnabend ist an der Bismarckstraße 88 in Hamburg Premiere für den Keks- und Kuchenverkauf von Annelie und Tanja Viviani. © Genevieve Wood | Genevieve Wood

Am Freitag werden Mutter und Tochter daher den ganzen Tag lang backen. Im Angebot stehen dann ab Sonnabend: Chocolate-Cookies (2,50 Euro), Vanillekipferl (2 Euro), Zucker-Herz-Kekse (1,50 Euro das Stück) und Florentiner (2,50 Euro).

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Früchte-Tartes kosten 4,50 Euro. Und natürlich wird es den beliebten Käsekuchen und den italienischen Mandelkuchen geben (jeweils 3,90 Euro). Und wer nicht genug davon bekommt, kann bei Annelie Viviani auch Torten bestellen (große Torte 35 Euro, kleine Torte 22 Euro). Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0176/55 42 48 40.

Eine Wiederholung des Kuchen- und Keksverkaufs ist übrigens nicht ausgeschlossen: „Wenn es gut ankommt, wiederholen wir das gern“, so Tanja Viviani. Dort an der Bismarckstraße 90, wo bis Mitte April Familie Viviani ihre Cuci Bar hatte, hat nun eine weitere Eisdiele im Viertel eröffnet – unter dem Namen Fillipi Eis.