Demo in Rotherbaum

Anwohner blockieren Grindelhof aus Protest gegen Neubau

Mit Kreide und Transparenten gegen die Bebauung ihres Hinterhofs: Die Anwohner des Grindelhofs bei ihrer Protestaktion am Montag

Mit Kreide und Transparenten gegen die Bebauung ihres Hinterhofs: Die Anwohner des Grindelhofs bei ihrer Protestaktion am Montag

Foto: Klaus Bodig / HA / Klaus Bodig

Eltern und Kinder blockierten 20 Minuten lang die Straße in Rotherbaum. Sie wollen einen geplanten Neubau von Stadthäusern verhindern.

Hamburg. Für 20 Minuten ging gar nichts mehr am Grindelhof: Kinder malten Hinkekästchen mit Kreide auf die Fahrbahn, spielten dort Fußball und sprangen Seil. „Wenn hinten kein Grün mehr ist, müssen die Kinder auf der Straße spielen“, sagte Vitus Brüning. Der Vater von drei Kindern fürchtet um die Hinterhofidylle.

Aus Protest gegen die Bebauung ihres idylischen Hinterhofes am Grindelhof 87 haben am Montagnachmittag Eltern und Kinder die Straße für 20 Minuten blockiert. Wie berichtet, sollen dort in der Terrassenhaus-Gasse bis zu zehn Stadthäuser gebaut werden. Ein Bauvorbescheid liegt bereits vor.

Die rund 20 Erwachsenen und ebenso viele Kinder setzen sich für eine verhältnismäßige Nachverdichtung ein. „Verdichten vernichtet“, hatten sie auf ein großes Transparent geschrieben. Rund 150 Menschen leben dort. Nicht nur die Grünfläche zum Spielen für die Kinder verschwinde mit den Neubauten, fürchten die Anwohner, sondern auch die Lebens- und Wohnqualität werde erheblich verschlechtert.

Zwar dürfe laut einem Urteil des Verwaltungsgerichtes aus dem Jahr 1994 das Tiefgaragendach unter der Grünfläche nicht bebaut werden, laut zuständigem Bezirksamt Eimsbüttel „kann dort aber grundsätzlich gebaut werden“. (gen)