Eidelstedt

Selbstgemalte Fahrbahnmarkierungen sorgen für Ärger

Unbekannte haben in Eidelstedt Straßen mit selbstgemalten Zebrastreifen und Tempo-30-Markierungen versehen. Das Bezirksamt hat jetzt Anzeige erstattet und warnt vor den Gefahren.

Eidelstedt. Im Redingskamp haben Unbekannte die Fahrbahn mit unerlaubten Markierungen bemalt, die bei flüchtigem Hinsehen mit offiziellen Fahrbahnmarkierungen verwechselt werden können. Das zuständige Bezirksamt Eimsbüttel hat jetzt eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Im Konkreten handelt es sich bei den Markierungen um mehrere Tempo-30-Hinweise und einen Zebrastreifen, die mit weißem Lack auf den Asphalt gemalt wurden. Auch wenn die Fälschungen auf den zweiten Blick erkennbar sind, da beispielsweise die Linien des Zebrastreifens zu dünn geraten sind, stellen die Markierungen nach Einschätzung des Bezirksamtes Eimsbüttel eine Gefahr dar. „Besonders junge Verkehrsanfänger könnten den Fußgängerüberweg für echt halten und die Straße an dieser Stelle überqueren. Durch die nicht vorhandenen Hinweisschilder besteht jedoch die Gefahr, dass Autofahrer den falschen Übergang nicht wahrnehmen“, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamtes.

Es ist nicht der erste Vorfall von unerlaubten Fahrbahnmarkierungen, der dem Bezirksamt bekannt ist. Seit einigen Jahren tauche dieses Problem immer wieder auf, vermehrt zum Schulbeginn und nach den Sommerferien. Dies geschehe zumeist in der Nähe von Schulen, bestätigte eine Sprecherin des Bezirksamtes. Bereits in der vergangenen Woche sei es zu einem vergleichbaren Vorfall im Graf-Johann-Weg gekommen.

Häufig kommt es zu vergleichbaren Vorfällen an solchen Stellen, an denen Anwohner mit der vorhandenen Verkehrsregelung vor Ort nicht einverstanden sind.

Das Bezirksamt weist darauf hin, dass es sich bei durch Privatpersonen aufgebrachten Straßenmarkierungen, die nicht polizeilich angeordnet sind, um Sachbeschädigung und um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr handelt, der in Deutschland strafbar ist. Die falschen Fahrbahnmarkierungen wurden mittlerweile entfernt.