Leukämiekranker Junge

Fall Gleb: Walter Scheuerl kritisiert Senat

Dem zwölfjährigen Jungen aus Lokstedt, der 2010 für eine Krebs-Operation nach Hamburg kam und bestens integriert ist, droht die Abschiebung. Die Härtefallkommission entscheidet Ende des Monats.

Lokstedt. Im Fall des zwölfjährigen Jungen Gleb Tatarnikov aus Lokstedt, der vor einer Abschiebung nach Russland steht, hat sich Walter Scheuerl von der Volksinitiative "Wir wollen lernen" zu Wort gemeldet und den Senat heftig kritisiert. "Wer das Einbürgerungskonzept von Bürgermeister Olaf Scholz kennt, muss sich fragen, weshalb niemand im Senat auf die Idee gekommen ist, Gleb und seiner Mutter angesichts der vorbildhaften Integration die deutsche Staatsbürgerschaft anzubieten", sagte Scheuerl, der für die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft sitzt. "Gleb ist ein hervorragender Schüler. Inklusion scheint eher etwas für Gutmenschen und weniger für die Realität zu sein".

Gleb Tatarnikov, der 2010 für eine Krebs-Operation nach Hamburg kam und dem die Ärzte im UKE Eppendorf das Leben retteten, geht jetzt in Lokstedt auf das Gymnasium Corveystraße. Die befristete Aufenthaltserlaubnis für den Jungen und seine Mutter Ella Tatarnikova läuft am 21. April ab. Die Härtefallkommission der Bürgerschaft entscheidet Ende des Monats über das Schicksal der Familie.