Eimsbüttel

Protest in Stellingen: Kundenzentrum soll bleiben

abendblatt.de

Dienstag zogen Demonstranten vom Bürgerhaus Eidelstedt zum Rathaus Stellingen. Auch dabei: bekannte Politiker wie Dietrich Wersich.

Hamburg. Angeführt vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Appen zogen am Dienstagabend etwa 100 Demonstranten vom Bürgerhaus Eidelstedt zum rund drei Kilometer entfernten Rathaus Stellingen. Die Menschen protestierten gegen die geplante Schließung des Kundenzentrums Stellingen zum 28. März.

Unter den Protestierenden waren auch bekannte Politiker, wie zum Beispiel der CDU-Fraktionsvorsitzende in der Bürgerschaft, Dietrich Wersich. Der sagte: "Das ist ein berechtigter Protest, es darf nicht am Bürgerservice gespart werden.“

Wersich zitierte auch aus einem internen Senats-Dokument zur Sprachregelung bei Sparmaßnahmen. In dem Schreiben heiße es unter anderem: "Es (das Kundenzentrum) wird nicht geschlossen, weil die Stadt sparen muss, sondern weil der Betrieb mit dem jetzigen Etat und dem aktuellen Personal nicht dem Bürgeranspruch angemessen betrieben werden kann. Wir finden eine andere, möglicherweise bessere Lösung und geben gleichzeitig das Geld nicht mehr aus, mit dem eine Dienstleistung erbracht wurde, die dem Anspruch der Steuerzahler gerecht wurde.“

Dietrich Wersich: "Diese Sprachregelung verhöhnt die Bürger im Stadtteil. Sevecke muss einlenken!“

Wie berichtet, hatte Eimsbüttel Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke, SPD, die Schließung des Kundenzentrums beschlossen, weil personelle Engpässe einen für die Bürger verlässlichen Dienstbetrieb unmöglich machten.

Auch die GAL-Bürgerschaftsabgeordnete Stefanie von Berg kritisierte die Aufgabe des Stellinger Kundenzentrums: "Wir brauchen eine bürgernahe Verwaltung. Der Weg zum Kundenzentrum ist keine Spaßveranstaltung. Hier geht es darum, staatsbürgerlichen Pflichten, wie die Erstellung eines Personalausweises oder Reisepasses, nachzukommen.“ (gen)

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