Bildung

Baugenehmigung für die neue Stadtteilschule Kirchwerder

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So soll die neue Stadtteilschule in Kirchwerder aussehen: Die beiden Schulgebäude sind örtlichen Bauernhäusern nachempfunden. Der Siegerentwurf einer Architekten-Arbeitsgemeinschaft aus Berlin wurde 2017 gekürt.

So soll die neue Stadtteilschule in Kirchwerder aussehen: Die beiden Schulgebäude sind örtlichen Bauernhäusern nachempfunden. Der Siegerentwurf einer Architekten-Arbeitsgemeinschaft aus Berlin wurde 2017 gekürt.

Foto: Arbeitsgemeinschaft Thomas Kröger Architekten GmbH, Berlin / Roswag Architekten GvA mbH

An der Ecke Kirchenheerweg/Marschbahndamm wurden bereits erste Bäume gefällt. Wie es jetzt mit dem Neubau weitergeht.

Hamburg.  Am künftigen Standort der Stadtteilschule Kirchwerder, an der Ecke Kirchenheerweg/Marschbahndamm, wurden in den vergangenen Wochen bereits einige Bäume entlang des Straßengrabens gefällt, um den Bauplatz vorzubereiten. Nun ist auch die Genehmigung für das Bauvorhaben offiziell erteilt: Der Zustimmungsbescheid liege seit Beginn der vergangenen Woche vor, bestätigt Imme Mäder, Sprecherin der Finanzbehörde, auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Die nächsten sichtbaren Arbeiten auf dem Grundstück werden vorbereitende Erdbaumaßnahmen sein“, so die Sprecherin. Diese sollen ab dem 3. Quartal 2021 ausgeführt werden.

Stadtteilschule Kirchweder: 2013 platzen die gesamten Neubau-Pläne

Schon seit gut zehn Jahren steht fest, dass die Stadtteilschule Kirchwerder mehr Platz braucht: Die in den 1970er-Jahren gebauten Gebäude am Kirchwerder Hausdeich 341 waren damals für 600 Schüler konzipiert. Schon 2012 wurde fast die 900er-Marke geknackt, heute sind es mehr als 1100 Schülerinnen und Schüler.

2012 war noch geplant, die maroden Schulgebäude und am heutigen Standort abzureißen und dort eine neue Schule zu errichten. Inklusive Verkehrskonzept und neuen Busstopps wurde daran mehr als ein Jahr geplant, für 2014 war der Baustart vorgesehen. Doch dann wurde im Sommer 2013 bekannt, dass auf einem Gelände zwischen Gose-Elbe und Heinrich-Stubbe-Weg, auf der eine Dreifeldhalle, Sportplatz und Parkplätze der Schule entstehen sollten, bereits Überschwemmungsflächen für die Gose-Elbe ausgewiesen werden sollten.

Die Neubau-Pläne platzen, ein alternativer Standort musste her. Der war schließlich Ende 2013 gefunden. Damals wurde noch mit einem Baubeginn im Jahr 2015 und einer Fertigstellung des Schulneubaus in 2017 geplant. Letztlich wurde in dem Jahr erst der Siegerentwurf gekürt: Eine 13-köpfige Jury um den damaligen Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter entschied aus 13 Entwürfen einstimmig für den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Thomas Kröger Architekten und Roswag Architekten aus Berlin.

Übergabe des Schulneubaus ist für 2023 geplant

Demnach entstehen an der Ecke Kirchenheerweg/Marschbahndamm zwei Schulgebäude, die örtlichen Bauernhäusern nachempfunden werden. Zusätzlich wird eine Dreifeldsporthalle im nördlichen Teil des Grundstücks errichtet. Weitere Außensportanlagen entstehen ebenso auf den Freiflächen des künftigen Schulareals. Der Oberbaudirektor erkannte damals in dem Siegerentwurf „eine großartige Chance für die Vier­- und Marschlande, zu zeigen, wie große Gebäude in die einzigartige Kulturlandschaft des ländlichen Raumes eingepasst werden können.“

Die Übergabe des Schulneubaus ist derzeit für 2023 geplant, anschließend erfolgt die Inbetriebnahme durch die Stadtteilschule Kirchwerder.

( ld )