Politik bitte zum Rapport

Schleppender Internetausbau in den Vier- und Marschlanden

Die Telekom lässt an etlichen Stellen in der Stadt buddeln, wie hier in Billwerder (Oktober 2019), um Glasfaserkabel zu verlegen.

Die Telekom lässt an etlichen Stellen in der Stadt buddeln, wie hier in Billwerder (Oktober 2019), um Glasfaserkabel zu verlegen.

Foto: Thomas Heyen

Die Telekom soll im Regionalausschuss über den aktuellen Stand berichten. Bereits vor sechs Jahren wurde Abhilfe versprochen.

Hamburg.  In den Vier- und Marschlanden gibt es zahlreiche Privathaushalte und auch Firmen, die im Internet nur im Zeitlupentempo unterwegs sein können. Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz versprach bereits vor sechs Jahren Abhilfe. Seit Sommer 2019 treibt die Telekom nun den Breitbandausbau auch in den Vier- und Marschlanden voran . Das Unternehmen schloss mit der Stadt Hamburg einen Vertrag für eine bessere Versorgung mit Breitband in den unterversorgten Gebieten, vor allem im Süden der Hansestadt.

Zahlreiche Kabel wurden seitdem verlegt. Doch noch immer haben die schnellen Leitungen viele Haushalte nicht erreicht. Deshalb beschäftigten sich auch die Politiker im Regionalausschuss mit diesem Thema. Sie wollen nun erneut Referenten in die Dezember-Sitzung einladen und sich den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen erläutern lassen.

Bis 2021 soll der Internetausbau in den Vier- und Marschlanden fertig sein

Neben Mitarbeitern der Telekom soll auch Michael Kolle, Chef der Bergedorfer Firma Miko-Net, eingeladen werden. Sein Richtfunk könne womöglich die Zeit überbrücken, bis die Breitbandanschlüsse gelegt sind, meinen die Ausschussmitglieder.

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Bereits im Frühjahr hatte Telekom- Sprecherin Stefanie Halle von Verzögerungen berichtet: Die Gegebenheiten vor Ort würden immer wieder Anpassungen und Änderungen während der Bauphase erfordern. Hinzu komme, dass vermehrt Abstimmungen mit dem Bezirksamt notwendig seien. Und auch mit den Auswirkungen der Corona-Krise habe man zu kämpfen, weil die Tiefbauunternehmen Personalengpässe hätten. Nun komme erschwerend die kalte Jahreszeit mit Bodenfrost hinzu, bemerkten die Mitglieder des Regionalausschusses.

Bis Mitte 2021 sollen 7000 weitere Haushalte mit einer Surfgeschwindigkeit von bis zu 250 MegaBit pro Sekunde angeschlossen werden. Das Netz solle je nach Fertigstellung nach und nach in Betrieb genommen werden.

www.telekom.de/zuhause/netzbreitbandausbau-deutschland/hamburg