Unterstützung

„JunX“ engagieren sich für Nächstenliebe

„Die JunX“ – Gunnar Schmidt (li.) und Christopher Garbers – mit ihrem wohl größten Fan, Jan Schnau.

„Die JunX“ – Gunnar Schmidt (li.) und Christopher Garbers – mit ihrem wohl größten Fan, Jan Schnau.

Foto: Die JunX

Kirchwerder. Aufklärung und Spendensammlungen bei Konzerten: Musiker unterstützen einen Verein, der die tödliche Krankheit NCL erforscht.

Kirchwerder.  Eine sehr seltene Krankheit zwingt Jan-Hendrik Schnau aus Kirchwerder in den Rollstuhl, macht ihn fast blind und behindert auch sein Sprechvermögen. Die Lebenserwartung ist niedrig. Der 25-Jährige hat Neuronale Ceroid Lipofuszinose, kurz NCL. Jan Schnau hört gern Musik, vor allem die deutschsprachigen Schlagerpopsongs der „JunX“, die ebenfalls aus Kirchwerder kommen. Erstaunlich: Während er sonst kaum zu verstehen ist, kann der 25-Jährige die „JunX“-Lieder fehlerfrei Wort für Wort mitsingen. „Für mich ist das ein medizinisches Wunder“, sagt Christopher Garbers (45), der mit Gunnar Schmidt (47) das erfolgreiche Musik-Duo bildet.

Überraschungskonzert zum Geburtstag

Zu Jan Schnaus 25. Geburtstag gaben „Die JunX“ nun ein Überraschungskonzert im Haus Beerboom in Großborstel, wo der junge Mann betreut lebt. Denn die beiden Musiker sind mit Jan Schnau und dessen Mutter Sabine Schnau (54) schon länger befreundet. Sabine Schnau gründete vor elf Jahren den Verein Nächstenliebe, um Spenden zur Erforschung von NCL zu erwirtschaften. Bei der Geburtstagsparty für Jan Schnau wurden Schmidt und Garbers nun zu den offiziellen Schirmherren des Vereins ernannt.

„Alle gehören dazu“

„Wir wollen uns aktiv für den Verein einsetzen“, sagt Gunnar Schmidt. „Gemeinsam wollen wir unsere Möglichkeiten nutzen, um auf die Krankheit und auf die unterstützenswerte Arbeit des Vereins aufmerksam zu machen.“ Bei ihren Auftritten – „Die JunX“ geben mehr als 100 Konzerte im Jahr – weisen die Musiker das Publikum auf NCL und die Wichtigkeit von Spenden hin. „Es geht ja auch schlichtweg darum, im Leben Vielfalt zu akzeptieren, denn alle gehören dazu“, sagt Schmidt.

Privatkonzerte auch im Elternhaus

„Die JunX“ gaben schon mehrere Privatkonzerte für ihren größten Fan, auch in dessen Elternhaus am Kirchwerder Elbdeich. „Jan bekommt unsere neuen Titel als erster zu hören – spätestens zwei Tage nachdem sie fertig sind“, sagt Christopher Garbers. Nach dem Überraschungskonzert zu seinem Geburtstag habe der Super-Fan „die Aftershowparty geschmissen“, sagt Garbers und lacht – „natürlich mit ,JunX’-Liedern“.

Dem Glück auf die Sprünge geholfen

Jan-Hendrik Schnau und die „JunX“ lernten sich vor drei Jahren beim Alstervergnügen in Hamburg kennen. Dort traten die Musiker für einen guten Zweck auf. Jan Schnau durfte an einem Glücksrad drehen – und gewann prompt den Hauptgewinn, eine Norwegen-Reise. Christopher Garbers hatte dem Glück damals auf die Sprünge geholfen und das Glücksrad angehalten.