Ochsenwerder

Unfall am „Marschländer Roulette“

Oortkatenweg Lastwagen rammt Chevrolet – 51-Jährige wird leicht verletzt

Ochsenwerder.  Auf dem „Marschländer Roulette“ hat es wieder gekracht: An der unfallträchtigen Kreuzung Ochsenwerder Landscheideweg/Oortkatenweg rammte ein Laster am Sonntagabend einen Kleinwagen von der Straße.

Die 51 Jahre alte Fahrerin des schwarzen Chevrolet Matiz war gegen 20 Uhr auf dem Ochsenwerder Landscheideweg von Fünfhausen kommend in Richtung Tatenberg unterwegs. Der 50 Jahre alte Fahrer eines Abschlepp-Lasters war mit einem Jugendlichen (16) auf dem Beifahrersitz unterwegs. Aus Richtung Elbe kommend, fuhr der Lkw langsam aus dem Oortkatenweg heraus, doch dabei übersah der Fahrer den von rechts kommenden Kleinwagen. Der wurde am Heck getroffen.

Der Chevrolet kam ins Schleudern, überfuhr ein Straßenschild und geriet auf den Grünstreifen. Dort überschlug sich der Kleinwagen und landete im Straßengraben. Die 51 Jahre alte Fahrerin aus Bergedorf wurde leicht verletzt. Sie wurde am Unfallort von der FF Hohendeich und dem mit dem Hubschrauber eingeflogenem Notarzt erstversorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht. Lastwagen-Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt. Die Kreuzung wurde für die Unfallaufnahme und Aufräumarbeiten voll gesperrt.

Immer wieder kommt es an der Kreuzung zu Unfällen, weshalb der Knotenpunkt schon vor Jahren „Marschländer Roulette“ genannt wurde. Zuletzt hatte es im Januar dieses Jahres sowie im Dezember 2017 insgesamt drei Unfälle an der Kreuzung gegeben. Im Oktober 2016 war ein elfjähriger Junge tödlich verunglückt, als er an der Haltestelle Oortkatenweg aus dem Bus gestiegen und beim Überqueren des Ochsenwerder Landscheidewegs von einem Lastwagen überfahren wurde.

Danach entbrannte eine Diskussion, wie der unfallträchtige Knotenpunkt entschärft werden könnte. Ein Umbau der Kreuzung und der Umgebung wurde im vergangenen Herbst im Regionalausschuss beschlossen und ist in Vorbereitung. Die Kreuzung soll aufgeweitet und Verkehrsinseln in der Einmündung gebaut werden. Auf Höhe der Bushaltestelle soll ein Fahrbahnteiler den querenden Fußgängern beim Weg über die Straße als Sprunginsel dienen. Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2019 angepeilt.