Zollenspieker

Platz Auf dem Sülzbrack füllt sich mit Containern

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Folgen: Halfpipe für Jugend gerettet - Volkslauf ist abgesagt

Seit Freitag stehen die Bauzäune, seit gestern füllt sich der Platz Auf dem Sülzbrack mit Containern für die Zentrale Erstaufnahme (ZEA), in der bis zu 288 Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Lange Gesichter gab es zunächst bei den Jugendlichen, denn der Bauzaun umschloss auch ihre Halfpipe, sperrte sie aus. Arbeiter erklärten, dass die Anlage abgebaut werde. Dabei hatten die Vertreter der Innenbehörde beim Infoabend in der Sporthalle Zollenspieker zugesagt, dass der Treffpunkt für die Jugendlichen erhalten bleibe. "Da kommen täglich Jugendliche mit ihren Rädern hin", sagt Sylvia Machill. Auch ihr Sohn Tamino (9) nutzt die Halfpipe begeistert. Dass er auch künftig nicht auf das Freizeitvergnügen verzichten muss, verdankt er Nicole von der Heide. Zollenspiekers Polizeiposten griff beherzt ein, sorgte dafür, dass der Bauzaun, wie versprochen, hinter die Anlage zurückgenommen wird. Sie war es auch, die eine Überprüfung des Rad-Gehwegs neben der Anlage anregte, der gerade für kleine Kinder zu uneben zu sein scheint.

Jörg Froh (CDU), an den sich ebenfalls Anwohner gewandt hatten, übt Kritik: "Wir sind enttäuscht, wie mit den Wünschen und Hinweisen der Bürger umgegangen wird." Die offenbar mangelhafte Kommunikation zwischen den Verantwortlichen beschädige das Vertrauen, das in ihre Versprechen gesetzt wurde.

Enttäuscht sind auch die Macher des Vierländer Volkslaufs. "Wir haben den Lauf abgesagt", erklärt Hauptorganisator Egbert Gotthard vom Lauftreff des Sport-Clubs Vier- und Marschlande (SCVM). Gemeinsam mit dem Juz wurde der 11. Vierländer Volkslauf für den 3. Mai schon eifrig vorbereitet. Doch binnen sechs Wochen konnte nun keine Platz-Alternative aus dem Hut gezaubert werden. Denn auch die Rahmenbedingungen wie Umkleidekabinen, Duschen und Parkraum müssen stimmen.

Schließlich lebt der Vierländer Volkslauf von der herrlichen Laufstrecke, die nicht mal eben zu verlegen ist. "Wir mussten die Notbremse ziehen", sagt Egbert Gotthard. Er hofft, dass der Lauf 2016 wieder möglich ist. Der mit viel Herzblut organisierte Wettbewerb ist gerade wegen seines Lokalkolorits generationenübergreifend beliebt, zieht neben etwa 400 Läufern viel Publikum an.

( (ten). )