Grundschule Kirchwerder

Rektorin mit Freude und Engagement

Kirchwerder. Uta Knüppel strahlt eine unglaubliche Ruhe und Zufriedenheit aus. Es ist der 45-Jährigen anzumerken: Sie ist voll und ganz an der Grundschule Kirchwerder angekommen, leitet die Schule mit Freude und viel Engagement.

Schon vor mehr als einem Jahr war die Pädagogin im Zuge eines Wohnungswechsels nach Bergedorf auch beruflich von Wentorf nach Kirchwerder gewechselt. Zunächst bereicherte sie am Kirchwerder Hausdeich das Lehrerkollegium. Mit dem neuen Schuljahr übernahm sie die Schulleitung. "Ich habe mir sehr gewünscht, an diese Schule zu kommen", verrät Uta Knüppel, "hier kann ich viel von meinen Idealen verwirklichen." Dazu gehöre, jedes Kind individuell zu fördern und das häusliche Umfeld einzubeziehen. "Ich unterrichte in jeder Klasse Musik", sagt Knüppel, "da kenne ich wirklich jedes der 90 Kinder."

Uta Knüppel hat mit Deutsch, Sport und Musik in Kiel eine ungewöhnliche Fächerkombination studiert, die einen großen Praxisanteil hat. Gut 20 Jahre lang hat sie als Lehrerin im Schleswig-Holsteinischen gewirkt, bis die Familie nach Bergedorf zog. Dazu gehört auch Ayk (8), ein grauer, große Weimaraner-Jagdhund. Trotz seiner stattlichen Statur sei er ein wahrer Schmusehund und bekommt täglich mindestens eine Stunde der knappen Freizeit von Uta Knüppel: "Dann gehen wir im Wald spazieren."

Die Familie, Tennis, Zumba, Skifahren und Lesen - all' das genießt Uta Knüppel, wenn sie sich nicht gerade den Herausforderungen stellt, die Zukunft der Kirchwerder Grundschule zu gestalten. Da gibt es noch eine Menge im Sinne der neuen Ganztagsbetreuung zu tun, wobei auch schon viel auf den Weg gebracht ist. In Kooperation mit Markus Hartmann (ehemals Schulhort) werden Angebote entwickelt wie beispielsweise Werk- und Computerkurse. Damit nach der Anspannung auch die Entspannung möglich ist, soll neben der Bücherei ein Ruheraum entstehen.

Uta Knüppel freut sich auf die kommende Anmelderunde. Sie hofft, dass die Kirchwerder Grundschule, die turbulente Zeiten hinter sich hat und fast geschlossen worden wäre, dann auch wieder eine Vorschulklasse einrichten kann. "Das ist hier ein herrlicher, erhaltenswerter Standort", sagt sie und lächelt. Ihr Blick schweift über den Schreibtisch hinauf zu einem Schrank. Dort steht das Holzmodell der Arche Noah, und es wirkt wie ein Zeichen: Hat doch sein biblisches Pendant auch alle Stürme und Wogen überstanden.