FF Fünfhausen/Warwisch

Baustart an der Feuerwache

Foto: Timo Jann / Jann

Fünfhausen. Am Durchdeich hat der Bau der neuen Feuerwache für die Freiwilligen Wehren Fünfhausen und Warwisch begonnen. Bis zur Fertigstellung muss weiter improvisiert werden.

Die Genehmigung liegt endlich vor, mit dem Bau des neuen, gemeinsamen Hauses für die Freiwilligen Feuerwehren Fünfhausen und Warwisch am Durchdeich 62 wurde nun begonnen. Grundstückseigentümer und Bauherr Clemens Reuss aus Blankenese und die Immobilien Management Polizei und Feuerwehr (IMPF) haben den neuen Mietvertrag unterschrieben. Werner Burmester, Landesbereichsführer-Vertreter Süd, hofft, „dass wir bei einem harten Winter vorher in das Haus einziehen können“.

Reuss, Mitglied der FF Blankenese, hatte das Grundstück mit den beiden alten Feuerwehrhäusern Anfang 2011 von Privatleuten gekauft. Reuss hatte bereits das Haus seiner eigenen Wehr sanieren lassen. Am Durchdeich investiert er nun Millionen. Das neue Feuerwehrhaus wird für mindestens 25 Jahre an die beiden Wehren vermietet. Es soll über acht Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge, Boote auf Anhängern und mobilen Lichtmastanlagen verfügen. Jeweils zwei Fahrzeuge werden hintereinander geparkt. Sie verlassen das Gebäude durch vier Tore.

Außerdem werden für jede Wehr ein Unterrichtsraum, eine kleine Küche, ein Büro, Umkleideräume und sanitäre Anlagen gebaut. Die Fahrzeughalle wird eingeschossig, der hintere Bereich (über den Umkleideräumen) bekommt eine zweite Decke, ist quasi zweigeschossig. In den oberen Bereich kommen die Unterrichtsräume. „Weil die Fahrzeughallen sehr hoch sein müssen, ist der Unterschied von außen allerdings kaum zu sehen“, sagt Burmester.

Die alte Fahrzeughalle der FF Fünfhausen, die sich hinter dem alten Hauptgebäude befand, wurde nicht abgerissen. Sie soll instand gesetzt und weiter genutzt werden – für die Separationsanlage für die Ölschadensbekämpfung (Sepcon) der FF Warwisch, die auf zwei Fahrzeugen mit Anhänger transportiert wird. Die Warwischer Wehr ist die einzige in der Südhälfte Hamburgs, die mit dieser Technischen Hilfeleistung betraut ist. Im Norden der Stadt verfügt die FF Eppendorf über eine Sepcon-Ausstattung.

Seitdem der alte Mietvertrag zu Ende September 2011 gekündigt wurde, sind die Fahrzeuge der Wehren an unterschiedlichen Standorten im Bezirk Bergedorf untergestellt. Die Feuerwehrleute müssen noch bis zur Fertigstellung der neuen Halle improvisieren. Doch das funktioniere ohne Probleme: „Die FF Fünfhausen, die auch Erstversorgung leistet, hat ein Löschfahrzeug am Durchdeich in der Halle eines Privatmannes abgestellt, also mitten in ihrem Einsatzgebiet. Dadurch entsteht keine Zeitverzögerung“, sagt Burmester.

Wo das neue Gerätehaus für die FF Kirchwerder-Süd gebaut werden soll, ist unklar. Die Wehr muss, wie berichtet, ihr Haus am Sander Deichweg verlassen, weil der Mietvertrag zum 30. Juni ausläuft. Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg, Mitglieder der FF Kirchwerder-Süd und Mitarbeiter der Bergedorfer Verwaltung bemühen sich seit längerem, gemeinsam eine Lösung zu finden. Die Feuerwehr favorisiert eine Fläche des Bezirks nahe dem heutigen Standort, zwischen den Straßen Hower Hauptdeich und In de Wisch.