Lebensrettung

Helfer befreit Allermöher Schwan von Angelhaken

Allermöhe (cn). "Das hätte dieses arme Tier sicher nicht überlebt", freut sich Schwanenvater Olaf Nieß, als er dem sichtlich mitgenommenen Wasservogel mit einer Kneifzange den Angelhaken aus dem Schnabel operiert.

Mehrfach war der Experte in den vergangenen Tagen über den Feuerwehr-Notruf alarmiert worden. Der Allermöher Schwan hatte sich in dem Haken verbissen und sich dabei die Angelsehne in Schlaufen um den Hals gewickelt. "Ich hatte die Befürchtung, dass sich das Tier mit der stabilen Schnur selbst stranguliert", erklärt Nieß. Der Schwan sei bereits mächtig in seinen Bewegungen eingeschränkt gewesen und habe auch längere Zeit nichts mehr gefressen. Dennoch konnte er dem Schwanenvater immer wieder entwischen.

Auch Dienstagvormittag rückte Nieß zunächst vergeblich an der Amandus-Stubbe-Straße an. Dort brütet die Schwanenmama derzeit auf einem Nest am Fleet. Doch nachmittags konnte er sich den immer schwächer werdenden Vogel greifen und von seiner Fessel befreien. "Mein schönstes Geburtstagsgeschenk", grinst der Lebensretter, der gestern seinen 45. Geburtstag feierte.