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Kommunikationsnotstand

Alice macht es Kunden, aber auch der Presse schwer, mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten, gar Auskunft zu erhalten.

Die Alice-Kundenhotline war noch recht informativ: "Frau Meinerts Fall ist bereits in Bearbeitung und hat die höchste Prioritätsstufe." Nach weiteren Fragen ist der Mitarbeiter mit seinem Latein jedoch am Ende, verweist auf die Pressestelle: "Die weiß da genauer bescheid." Die von ihm genannte Telefon-Nummer entpuppt sich jedoch als Fax-Anschluss. Statt Antworten gibt es hier nur einen schrillen Pfeifton.

Erneuter Anruf bei der Alice-Hotline, die muss jetzt passen: "Wir haben hier nur die Faxnummer oder E-Mail-Adresse der Pressestelle." Die Pressestelle eines großen Telefon-Anbieters ohne Telefon-Anschluss? Aber vielleicht eine Telefon-Nummern eines Vorgesetzten? Fehlanzeige: "Im Zusammenhang mit Presseauskünften darf ich keine anderen Nummer herausgeben."

Immerhin lässt sich die Telefonnummer der Pressestelle übers Internet ermitteln - wenn man denn gerade einen funktionierenden Anschluss hat. Die Nummer hilft jedoch nicht weiter. Auch ein Fax mit Rückrufbitte bleibt unbeantwortet.

Beim dritten Anruf dann doch noch Kontakt zur Pressestelle: "Man kann jetzt nichts machen. Der Fall muss geprüft werden, wir melden uns bei Ihnen." Der Redaktion geht es nicht anders als Heike Meinert. Auch wir haben bislang von Alice nichts Erhellendes gehört.