Kriminalität

Licht vertreibt Einbrecher

Kirchwerder (ten). Auffallend viele Einbrüche haben in den vergangenen zwei Wochen die Mitarbeiter der Generalagentur Vier- und Marschlande der Provinzial/Feuerkasse Hamburg am Süderquerweg beschäftigt. Und bei jedem der sechs Fälle erzählten Nachbarn von weiteren in der nahen Umgebung.

Zwar spricht die Polizei nicht von einer Häufung oder gar einem Schwerpunkt. "Für uns war das aber schon auffällig", sagt Wolfgang Blättermann von der Provinzial/Feuerkasse Hamburg, der sonst nur alle paar Monate den Schaden eines Einbruchsdiebstahls aufnehmen muss.

Gestohlen wurden zumeist Bargeld und Schmuck und "Dinge, die sich leicht zu Geld machen lassen", weiß Blättermann. Die Einbrecher suchten sich auch möglichst einfache Wege ins Haus - über aufgehebelte Fenster und Türen. Ein Verhalten, das auch Versicherer Thomas Kock aus Neuengamme kennt, wenngleich er derzeit keine Einbruchshäufung feststellt. "Oft ist das Beschaffungskriminalität" , sagt er. Da würden etwa von Drogenabhängigen nicht unbedingt die nobelsten Häuser gewählt, sondern die, die gut mit dem Bus zu erreichen und einfach "zu knacken" seien.

Um diese Einbrecher abzuschrecken, helfen bereits einfache Maßnahmen: "Licht ist ein gutes Mittel, Einbrecher fernzuhalten", sagt Wolfgang Blättermann. Mit Hilfe einer Zeitschaltuhr kann so die Anwesenheit der Bewohner suggeriert werden. Auch einfache Sicherheitsbeschläge an Fenstern und Türen machen Einbrechern das Leben schwer, die lieber schnell und unkompliziert in Häuser einsteigen wollen. Die erste Vorsichtsmaßnahme: Türen abschließen. Noch immer ist es in Vierlanden vielerorts üblich, rückwärtige Türen unverschlossen zu lassen, während im Garten gearbeitet wird.