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Plattdeutsch in der Schule

Niederdeutsch gilt nach der "Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen", der Deutschland vor zehn Jahren beigetreten ist, als schützens- und förderungswert. In Hamburg ist seit 2005 die Behandlung niederdeutscher Texte in allen Schul- und Jahrgangsstufen verbindlich vorgeschrieben. Vor diesem Hintergrund hat Bernd Capeletti, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter, eine kleine Anfrage zum Umgang mit Plattdeutsch an den Schulen gestellt, die jetzt beantwortet wurde.

Danach ist die "in den Rahmenplänen Deutsch verpflichtend vorgesehene Sprachbegegnung mit dem Niederdeutschen nicht mehr als ausreichend einzustufen". In der Primarschule soll Niederdeutsch "zumindest in den ländlichen Regionen vorgehalten werden, die noch zu den niederdeutschen Sprachlandschaften zählen" - also auch in den Vier- und Marschlanden. Für die Primarstufe geeignete Stücke seien unter anderem die von Hans Wilkens - Dat Denkmaal, Dat kloppt bi Wanja, Mit Poppen speelen und Spiellieder. Das ehrenamtliche Engagement der "Plattsnacker" an den Schulen und in den Kitas der Vier- und Marschlande wird "seitens der zuständigen Behörden als Bereicherung angesehen".