Bildung

Schulen noch zuversichtlich

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Wiebke Schwirten

Bergedorf. Noch wissen die Grundschulen in den Vier- und Marschlanden nicht genau, wohin die Reise geht mit der neuen Primarschule. Eins aber ist klar: Es wird auch zum Schuljahr 2009/2010 wieder an allen Schulen Erstklässler geben. Am 19. Januar beginnen die Anmeldewochen, die am 6. Februar beendet sind.

Optimismus für Vorschule und erste Klassen dieses Jahr - Sorge gilt 2010/11 und der Primarschule.

Derzeit besuchen gut 1150 Kinder von der Vorschule bis zur vierten Klasse die sieben Grundschulen im Landgebiet. Alle Schulleitungen gehen davon aus, dass Vorschule und erste Klassen erneut gut nachgefragt werden, mindestens je eine neue Klasse pro Schule entsteht. Die Vorschüler werden derzeit angemeldet (bis 16. Januar). Die neuen ersten Klassen resultieren oft aus den jetzigen Vorschulklassen. Dazu kommen neu hinzugezogene Kinder oder solche, die umgemeldet werden.

Gefährdet sehen sich die Landgebiets-Schulen nicht, zumal Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) den Bestand ihrer Standorte zugesichert hat. Dennoch ist die Unsicherheit und die Sorge um den Verlust der Eigenständigkeit groß. So ist eine der Vorgaben der Primarschule, die gemeinsames Lernen bis Klasse sechs an der Grundschule vorsieht, die Dreizügigkeit - mindestens. Das schafft derzeit keine Landschule aus dem Stand. Schon gar nicht unter der Maßgabe "Kurze Beine, kurze Wege", also Einschulung möglichst im nahen Wohnumfeld der Schule.

Noch wird in den Regionalkonferenzen über mögliche Umsetzungen der Primarschule diskutiert. Vorschläge sollen im Mai an die Schulbehörde gehen. Im Gespräch sind derzeit Kooperationen zwischen je einer kleinen und einer größeren Grundschule, möglicherweise auch die Orientierung nach Bergedorf. Denkbar ist, dass je eine von zwei kooperierenden Schulen die Klassen von Vorschule bis Klasse zwei betreut, die andere diese Schüler von Klasse drei bis sechs. Ob das allerdings noch dem Grundgedanken der Primarschule entspricht, ist fraglich.

Im November, so die Sprecherin der Schulbehörde Annegret Witt-Barthel, soll in der Hamburgischen Bürgerschaft entschieden werden. Die entsprechende Änderung des Hamburgischen Schulgesetzes könnte im Februar abgeschlossen sein, rechtzeitig zum Schuljahr 2010/11.