Jahreswechsel

Silvester: Abstand zum Reetdach halten

Kirchwerder (hy). Die Bewohner der Reet- und Strohdachhäuser im Landgebiet sehen dem Jahreswechsel mit gemischten Gefühlen entgegen: In den Vier- und Marschlanden wurden in den vergangenen Jahren an Silvester Raketen und Böller gefährlich nahe an Strohdächern gezündet.

Damit das neue Jahr nicht mit einer Katastrophe beginnt, sollten sich die Nachbarn unbedingt an die gesetzlichen Vorgaben halten: Laut der "Hamburger Anordnung für das Verbrennen von pyrotechnischen Gegenständen zur Jahreswende" in Verbindung mit dem Paragrafen 24 der ersten Sprengverordnung dürfen Raketen nur gezündet werden, wenn ein Mindestabstand von 200 Metern zu dem Reet- oder Strohdach eingehalten wird. Bei allen anderen Feuerwerkskörpern ist ein Mindestabstand von 50 Metern einzuhalten, berichtet die Polizei. Hermann Jonas, Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehren in Hamburg, rät den Bewohnern: "Sie sollten einen Gartenschlauch bereithalten."

Übrigens: Die Verwendung von Signalmunition und Seenotrettungsraketen sowie das Abschießen von Munition aus Schusswaffen sind an Silvester verboten. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Klasse II ist in Hamburg nur vom 31. Dezember, 18 Uhr, bis zum 1. Januar, 1 Uhr, erlaubt.