Unglück

Junge auf Schulweg schwer verletzt

Thomas Heyen

Curslack. Gespenstische Stimmung am Curslacker Heerweg, Ecke Achterschlag: Die Blaulichter zahlreicher Einsatzfahrzeuge erhellen morgens um 7.30 Uhr die Unfallstelle. Autofahrer, die auf dem Weg zur Arbeit sind, stehen im Stau und müssen über den Achterschlag ausweichen oder wenden, denn der Curslacker Heerweg ist voll gesperrt.

Der 13-jährige Julian T. wurde am Freitag beim Überqueren des Curslacker Heerwegs angefahren.

Ein Notarzt aus dem Boberger Unfallkrankenhaus kämpft um das Überleben des 13-jährigen Julian T. Der Junge war eine Viertelstunde zuvor bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden.

Der 13-Jährige, der etwa 500 Meter von der Unfallstelle entfernt am Curslacker Heerweg wohnt, war auf dem Weg zur Schule. Er ging auf dem Fußweg zu der Bushaltestelle an der Kreuzung Achterschlag. In Höhe der Bushaltestelle wollte Julian T. die Straße überqueren, um in einen Bus Richtung Kirchwerder steigen zu können. Laut Polizei machte er auf der Straße in Fahrtrichtung Neuengamme einen Schritt zurück, um den von rechts, aus Richtung Autobahn, kommenden VW Polo vorbeizulassen. Der Schüler wurde aber dennoch von dem Pkw, hinter dessen Steuer die Neuallermöherin Simone K. (20) saß, erfasst, stürzte schwer auf die Straße.

Julian T. war nicht ansprechbar, als die Freiwillige Feuerwehr Curslack Erstversorgung leistete. Der Junge hatte Brüche in Arm und das Bein sowie ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Er wurde im Rettungswagen zur Kinder-Intensivstation der Uniklinik Eppendorf gebracht. Am Freitagnachmittag die erlösende Nachricht: Julian ist laut Polizei außer Lebensgefahr.

Der Curslacker Heerweg war nach dem Unfall zweieinhalb Stunden gesperrt. Die Verkehrsermittler der Polizei zogen zur Rekonstruktion des Unfallhergangs einen Sachverständigen hinzu. Trotzdem ist die Schuldfrage bisher ungeklärt. Anwohner hatten schon vor Jahren eine Ampel, einen Zebrastreifen oder eine Verkehrsinsel für die Kreuzung gefordert.