"Weihnachtszauber" in der Diele

Eine 70 Quadratmeter große Diele in einem alten Bauernhaus - welcher Ort könnte sich besser eignen für nostalgischen Zauber? Wer bei der Neuengammerin Nina Harden-Lehmann durch die Tür kommt, wird still, ja fast andächtig in Anbetracht der Weihnachtswunderwelt, die ihn plötzlich umgibt.

Der Eintritt in diese andere Welt ist schon am kommenden Wochenende möglich: Staunen, entdecken, fasziniert eintauchen in die Vergangenheit - wer es nicht mehr abwarten kann, für den steht Weihnachten mit der dreitägigen Ausstellung "Weihnachtszauber" jetzt schon greifbar vor der Tür. Morgen von 15 bis 19 Uhr und Sonnabend und Sonntag, jeweils von 11 bis 19 Uhr, glitzert und glänzt es im Neuengammer Hausdeich 245 für Besucher mit Entdeckergeist.

Mit ihrem selbst gefertigten Nostalgieschmuck - Kugelkränze, Baumanhänger und wonnige Watte-Wesen - schafft die studierte Modedesignerin und Mutter von vier Kindern eine Atmosphäre nostalgischer Gemütlichkeit mit viel Liebe zum Detail. "Alles zu entdecken braucht seine Zeit, einfach durchhuschen klappt hier nicht. Dafür gibt es zu viele versteckte Geheimnisse und Besonderheiten", sagt Nina Harden-Lehmann, die bereits im Sommer mit dem Einkaufen, Planen, und Produzieren der zahlreichen Einzelstücke beginnt. In den Sommerferien reiste sie mit ihrem Mann nach Prag, wo sie einen großen Teil böhmischen Perlenbaumschmucks direkt beim Hersteller für ihre Ausstellung dazu kaufte: Handgemachte und mundgeblasene Kugeln und Anhängerfiguren, die denen aus den 20er- bis 50er-Jahren nachgebildet sind.

"Meine Liebe zu alten Dingen wurzelt in meiner Kindheit, meine Mutter sammelte echten Nostalgieschmuck, ich ebenfalls. Die Dinge, die ich verkaufe, sind diesen ursprünglichen Stücken oft ähnlich", sagt die junge Frau, die sich beim Werkeln "herrlich entspannen" kann.

"Wir feiern Weihnachten auch wie früher: Die Kinder sagen Gedichte auf und wir singen alte Lieder, lesen vor. Das macht allen viel Spaß, hält Erinnerungen wach."

( (hdt). )