Behörde lässt Politiker sitzen

Der erste Tagesordnungspunkt war schneller abgehandelt als erwartet. Der Referent der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), der sich zum Thema "Lärmschutz gegen zunehmenden Lkw-Verkehr" auf dem Unteren Landweg äußern sollte, war im Stadtplanungsausschuss nicht erschienen.

Die BSU halte Lärmschutz dort nicht für erforderlich, verwies auf ihre schriftlichen Äußerungen, berichtete der Ausschuss-Vorsitzende Peter Gabriel. Daraufhin verweigerten die Politiker die Zustimmung zu dem B-Plan und hoffen nun, dass zur nächsten Sitzung am 3. Dezember ein Referent erscheint.

Weiterhin ungewiss ist auch die Situation der Bewohner der Wochenendhäuser nahe dem Bildungs- und Informationszentrum des Gartenbaus (BIG) am Ochsenwerder Landscheideweg. Weil die Einrichtung an den Brennerhof zieht, soll das derzeitige BIG-Gelände überplant werden (B-Plan "Kirchwerder 30"). Die Politiker favorisieren eine Bebauung mit Einzel- und Doppelhäusern (Variante III). Das Bezirksamt möchte in seine Planungen aber auch das Gelände einbeziehen, auf dem die Wochenendhäuser stehen. Es ist in Privatbesitz, wird bislang verpachtet. Dem Eigentümer soll nun die Umwandlung seines Bodens von Pacht- in Bauland angeboten werden - Platz wäre für zwei bis drei weitere Einzelhäuser. Stimmt er zu, heißt das trotzdem nicht, dass dort schon bald gebaut wird. Möglich wäre auch, die derzeitigen Pächter lebenslang dort wohnen zu lassen und später zu bauen. Außerdem soll dort, wo noch das BIG-Verwaltungsgebäude steht, Fläche für einen Jugendtreff reserviert werden.

Beim B-Planverfahren "Neuengamme 8" entschied sich der Ausschuss einstimmig für die Variante "D". Sie sieht in dem betreffenden Bereich am Neuengammer Hausdeich eine behutsamere städtebauliche Entwicklung vor, berücksichtigt weitgehend Wünsche der Anwohner. Ausnahmsweise sollen dort Bauplätze in zweiter Reihe zugesichert werden. Dadurch können Landschaftskorridore freigehalten werden.

( (hy). )