Kirchwerder. Para-Triathletin der TSG Bergedorf wird Sechste bei den Weltmeisterschaften in Pontevedra (Spanien). Was zur Qualifikation noch fehlt

Riesenerfolg für Neele Ludwig: Bei den Weltmeisterschaften im Para-Triathlon in Pontevedra (Spanien) kam die 32-Jährige aus Kirchwerder auf den sechsten Platz in der Klasse der besonders stark gehandicapten Sportlerinnen. Sie bewältigte die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen in 1:27:11 Stunden. „Das lief besser als erwartet“, freute sich Sportlerin der TSG Bergedorf. „Ich hätte eher mit Rang sieben oder acht gerechnet.“

Das große Ziel rückt damit immer näher: die Paralympics im kommenden Sommer in Paris. In der Weltrangliste war Ludwig vor der WM Neunte. In der Qualifikations-Rangliste für Paris liegt sie nun bereits auf Position fünf. Neun Athletinnen werden am Ende das Paralympics-Ticket buchen. Klingt wie eine sichere Sache. „Doch man weiß in diesem Sport nie, wer da vielleicht noch irgendwo auftaucht“, betont sie.

Was Neele Ludwig zur Qualifikation für die Paralympics in Paris noch fehlt

Denn mit der Finnin Liisa Lilja, der Britin Fran Brown, der Russin Veronika Gabitova und der erst 16-jährigen Australierin Grace Brimelow sind vier starke Konkurrentinnen bisher noch gar nicht in Erscheinung getreten. Kommen sie noch? Was können sie? Niemand weiß es.

Doch die Vize-Europameisterin Ludwig kann selbstbewusst in die kommenden Monate gehen. In Pontevedra bewies sie Kämpferqualitäten. Als Achte kam sie nach dem Schwimmen aus dem Wasser, überholte dann beim Radfahren zunächst die Italienerin Veronica Plebani und beim Laufen schließlich auch noch die Spanierin Rakel Mateo Uriarte, beides harte Konkurrentinnen ums Paralympics-Ticket.

Der Unterschied zwischen Vollprofi und Amateur: eine knappe Viertelstunde

Vorneweg tobte die Amerikanerin Hailey Danz, Silbermedaillengewinnerin der Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. Sie benötigte nur 1:14:38 Stunden und nahm Ludwig damit fast eine Viertelstunde ab. Ein Vollprofi, eine andere Welt.