1. Basketball-Regionalliga

63:109 – Lehrstunde für die TSG Bergedorf Stargazers

| Lesedauer: 2 Minuten
Volker Gast
TSG-Center Yngve Jentz beim Freiwurf. Mit 18 Punkten war der 25-Jährige der erfolgreichste Bergedorfer Werfer.

TSG-Center Yngve Jentz beim Freiwurf. Mit 18 Punkten war der 25-Jährige der erfolgreichste Bergedorfer Werfer.

Foto: Hanno Bode

Das erste Schlüsselspiel um den Klassenerhalt ging klar verloren. Warum das aber nicht das Ende aller Hoffnungen bedeutet.

Bergedorf.  Es ist gerade mal acht Monate her, dass Fritz Hemschemeier vor 5000 Zuschauern seinen Einstand in der Basketball-Bundesligagegeben hat. Der Spielmacher wirkte damals beim klaren Heimsieg der EWE Baskets Oldenburg gegen Bayern München mit und gehörte seitdem regelmäßig zum Kader der Niedersachsen. Was also treibt so ein Spieler, der sogar schon einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat, drei Klassen tiefer in der 1. Regionalliga?

Basketball: Pendeln zwischen Bundesliga und Regionalliga

„Hemschemeier ist ein sogenannter ,Busfahrer’“, erläutert Björn Fock, Coach der TSG Bergedorf. „So werden Spieler genannt, die vor allem deswegen zum Kader gehören, damit der Anteil der deutschen Spieler stimmt. Er hat aber zuletzt immer häufiger Einsatzzeit bekommen, sogar wenn der Spielstand eng war.“

In der 1. Regionalliga läuft Hemschemeier für die Baskets Juniors TSG Westerstede auf, dem Farmteam der Oldenburger. Ihn zu stoppen, das war die große Aufgabe für die TSG-Basketballer beim Schlüsselspiel um den Klassenerhalt im Ammerland. Es misslang gründlich. „Er hat gleich seine ersten beiden Dreier versenkt und danach Katz’ und Maus mit uns gespielt“, gab Fock freimütig zu. „Das war ein zu großer Qualitätsunterschied.“

Zwei Chancen haben die TSG-Basketballer jetzt noch

Angetrieben von Hemschemeier dominierten die Westersteder die Partie und siegten 109:63. Deprimierend hoch aus TSG-Sicht, aber nicht das Ende aller Hoffnungen. Denn da auch Abstiegskonkurrent Oldenburger TB mit 62:66 in Königs Wusterhausen verlor, könnte der TSG ein einziger Sieg zum Klassenerhalt reichen. Ihn zu holen, gibt es noch zwei Chancen: am 11. März in Aschersleben und am 18. März zu Hause gegen Rendsburg.

TSG-Punkte: Yngve Jentz (18), Prince Hukporti (11), Nick Rupprecht, Dmytro Zolotarov, Alonzo Bakija (je 9), Lars Fock (5), David Charmlash (2)

( vg )

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