Fußball-Bezirksliga

Packendes Derby in Börnsen

| Lesedauer: 3 Minuten
Maurice Herzog
Börnsens Marcel Hamester bejubelt das Tor zum 1:0 beim Derby in der Fußball-Bezirksliga.

Börnsens Marcel Hamester bejubelt das Tor zum 1:0 beim Derby in der Fußball-Bezirksliga.

Foto: Maurice Herzog

Packende Zweikämpfe, schöne Tore, ein Platzverweis: Nach einem spannenden Spiel gewann der SV Börnsen gegen den SC Wentorf.

Börnsen. Das Derby in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SV Börnsen und dem SC Wentorf bot den 175 Zuschauern am Hamfelderedder am Sonnabend alles, was das Fußballherz begehrt: packende Zweikämpfe, schöne Tore, Platzverweise sowie einen verdienten Sieger und einen enttäuschten, zuvor leicht favorisierten Verlierer.

Aber der Reihe nach: Nach kurzem Abtasten legte der SVB vor: Eine Ecke von Ruven Scharnberg fand Marcel Hamester, der mit einem präzisen Kopfball zur 1:0-Führung für die Gastgeber traf (9.). Die spielstarken Gäste wären dann nach einem Fehlpass von Börnsens Keeper Jan Mehlhorn fast zum Ausgleich gekommen, doch Mehlhorn parierte gegen Robert Renner und hielt sein Team vorn (22.).

In der 44. Minute traf Justin Gauger seinen Gegenspieler mit dem Fuß

„Wir haben immer weiter versucht, schön zu spielen, aber das war hier heute nicht gefordert. Da muss man anders dagegenhalten“, analysierte SCW-Trainer Andreas Ferentinos.

Börnsen versuchte es aus allen Lagen. Alexander Tamm scheiterte per Heber (29.), fasste sich aber wenige Zeigerumdrehungen später ein Herz und drosch eine zu kurz geratene Abwehr nach einer Ecke wieder in die Menge, wo Christoph Bolz seinen Kopf hinhielt. „Der Ball ist mit 100 Kilometern pro Stunde ins Eck eingeschlagen. Ein geiles Tor!“, übertrieb SVB-Coach Mirko Petersen in der Freude über das 2:0 (36.) ein wenig.

Weniger angetan war er vom Platzverweis von Justin Gauger, der seinen Gegenspieler Jan Stegen mit dem Fuß am Kopf traf (44.). „Justin wollte mit dem Fuß zum Ball, sieht den Gegner gar nicht. Aus dem Rücken springt der Gegenspieler hervor und geht mit dem Kopf hin.

Klar gibt es Kontakt. Aber da hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“, schimpfte Petersen. Nützte nichts. Gauger musste duschen und Börnsen eine Halbzeit mit zehn Mann spielen.

Beide Mannschaften spielten am Ende nur mit zehn Spielern

Nach dem Wechsel verpasste Hamester das 3:0 (50.), und Bolz, der eine starke Partie bot, verhinderte mit einer Grätsche im letzten Moment den Anschlusstreffer durch den einschussbereiten Stegen (55.). „Danach haben wir nicht gut gespielt“, ärgerte sich Ferentinos.

„Wir haben zwar zwei Abseitstore erzielt, aber die zählen am Ende des Tages nicht. Es ist egal, ob es heute ein Derby war. Wir haben einfach unsere Leistung nicht gebracht, und das enttäuscht dann. Uns fehlte die Gier. Börnsen hat alles reingehauen, das hatten sie uns voraus.“

Nach einer Gelb-Roten Karte für Jonas Ebel (84.) mussten auch die Wentorfer das Spiel zu zehnt beenden. Beim Schlusspfiff war die Erleichterung auf Börnsener Seite über den 2:0-Sieg groß. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand.

Wir haben zuletzt zwar gut gespielt, uns aber nicht belohnt. Heute war es anders und das trotz eines knappen Kaders. Das war eine Einheit heute, auch in Unterzahl. Alle sind jetzt völlig k.o., ich bin stolz auf die Truppe!“, sang Petersen eine Lobeshymne auf sein Team.
SV Börnsen:
Mehlhorn; Wöhl, Bitterkleit, Julien Wolter, Gauger; Bolz, Joshua Wolter, Scharnberg (90. Wenk), Tamm; Hamester (79. Detjens), Ohrt (84. Ohrt).
SC Wentorf:
Benkert; Wischnewski (46. Rönnau), Lohdamm, Wulff-Hodt, Spreer; Fröck, Mauersberger, Suck (46. Karkosch), D. Renner (46. Ebel); R. Renner, Stegen.
Tore:
1:0 Marcel Hamester (9.), 2:0 Christoph Bolz (36.).

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport