Fußball-Bezirksliga

Drei hochkarätige Neuzugänge für den SV Hamwarde

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Volker Gast
Danyal Aktas (links), hier im Trikot des SC Schwarzenbek, schirmt den Ball gegen Leonel Varela Monteiro (Hamm United) ab.

Danyal Aktas (links), hier im Trikot des SC Schwarzenbek, schirmt den Ball gegen Leonel Varela Monteiro (Hamm United) ab.

Foto: Hanno Bode / Hanno bode

Dennis und Julian Utecht sowie Danyal Aktas wechseln an den Mühlenredder. Kompletter Kader bleibt. Eine 2. Mannschaft wird gegründet.

Hamwarde. Sein großer Moment ist nun knapp fünf Jahre her: Als Dan­yal Aktas am 18. September 2016 in der Fußball-Landesligapartie zwischen dem SC Schwarzenbek und dem Meiendorfer SV schon in der zweiten Spielminute zur 1:0-Führung für die Gastgeber traf, konnte niemand ahnen, dass es in doppelter Hinsicht ein historischer Nachmittag werden würde. Sowohl für ihn als auch für sein Team. Denn der als Stürmer aufgelaufene Innenverteidiger Aktas sollte danach nie wieder ein Tor schießen. Und die Schwarzenbeker verloren nicht nur diese Begegnung noch mit 1:3, sondern stiegen nach einer deprimierenden Saison abgeschlagen als Tabellenletzter ab.

Aktas wechselte zum Düneberger SV, spielte dort aber nie eine Rolle und gab den Fußball schließlich ganz auf. Nun ist der mittlerweile 24 Jahre alte Verteidiger wieder da. Künftig wird Aktas für den Bezirksligisten SV Hamwarde auflaufen und soll dort der Abwehr des Aufsteigers die nötige Stabilität verleihen. Bedenken, ihn nach so langer Pause zu verpflichten, hatte SVH-Coach Maxwell Phelps nicht: „Das ist ein ,Fussi‘ durch und durch. Wenn der wieder den Ball am Fuß hat, läuft das von selbst.“

Ein „Fitness-Verrückter“ und ein junger Hüpfer

Neben Aktas wechseln auch die Brüder Dennis und Julian Utecht vom Landesligisten Düneberger SV an die Mühle. Für den 24-jährigen Dennis ist es die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Zu Kreisliga-Zeiten erzielte der Stürmer 24 Treffer in 35 Partien für Hamwarde, bevor er 2018 zunächst zum ETSV Hamburg und dann weiter nach Düneberg wechselte. Dort hatte es der pfeilschnelle Außenstürmer im qualitativ hochwertigen Kader des Landesligisten zuletzt schwer, sich durchzusetzen. Nun will Dennis Utecht aus beruflichen Gründen kürzer treten, daher sein freiwilliger Abstieg in die Bezirksliga. „Er ist genau der Spieler, den wir für die linke Außenbahn noch gebraucht haben“, freut sich Phelps über seinen Transfer-Coup.

Dennis’ 18-jähriger Bruder Julian Utecht ist gerade von der A-Jugend in den Herrenbereich aufgestiegen. Er ist Torwart und soll künftig Hamwardes Stammkeeper Dirk Kappmeyer Konkurrenz machen. Sie sind ein ungleiches Paar, der 32-jährige Kappmeyer und der Youngster. „Kappi ist ein Fitness-Verrückter“, schwärmt Phelps. „Vielleicht ist das für einen jungen Torwart wie Julian genau der richtige Kick, sich an so einem erfahrenen Mann orientieren zu können.“

SV Hamwarde will Nachbarvereine zum „Mühlencup“ einladen

Ansonsten setzen sie an der Mühle weiterhin auf Kontinuität. Der gesamte Kader, der 2020 den Aufstieg von der Kreis- in die Bezirksliga geschafft hat und danach von Phelps nur geringfügig verstärkt wurde, bleibt auch nach dem Corona-Jahr weiter zusammen. Alle haben bereits ihre Zusage für die neue Saison gegeben. Als Unterbau soll nun zum Sommer eine 2. Mannschaft den Spielbetrieb in der Kreisklasse aufnehmen. Hamwardes bisheriger Ersatzkeeper, Justin Damaske, wird nach einem Verletzungsjahr künftig in dieser neuen „Zweiten“ auflaufen, um mehr Spielpraxis zu bekommen. Neben Damaske wechseln Benedikt Ahrens, Florian Hermann sowie Max und Helge Scharnberg in das neue Team, dessen Kader bereits 15 Spieler umfasst.

Bei der „Ersten“ hat es Coach Phelps mit der Vorbereitung auf die Saison, die vermutlich im Juli beginnt, nicht eilig. „Man darf nicht zu früh anfangen, sonst wird es schwer, die Spannung zu halten“, ist er überzeugt. Frühestens Mitte April wollen die Hamwarder loslegen und dann später im Frühjahr zu einem eigenen Turnier, dem „Mühlencup“, einladen, sofern dies die Corona-Pandemie erlaubt. „Wir wollen unsere Nachbarn Gülzow, Grünhof, Düneberg und FSV Geesthacht einladen. Das wird sicher reizvoll“, blickt Phelps voraus.

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