Fußball-Landesliga

Acht Tore, aber kein Sieger in Altengamme

Energisch: Altengammes Dominik Scheu (rechts) klärt gegen Marco Vogler.

Energisch: Altengammes Dominik Scheu (rechts) klärt gegen Marco Vogler.

Foto: M. Herzog / Maurice Herzog

Die Vierländer verspielen beim 4:4 gegen Ahrensburg zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung. Coch Jan Krey war darüber merklich angefressen.

Altengamme. Nach dem Spiel saß Jonas Buck alleine auf dem Rasen. Es sah so aus, als ob sein SV Altengamme in der Fußball-Landesliga eine herbe Niederlage gegen den Ahrensburger TSV kassiert hätte. Doch dem war nicht so. Für Buck fühlte es sich lediglich so an. Denn sein Team verspielte zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung und musste sich am Ende dennoch mit einem 4:4 gegen den Aufsteiger begnügen.

Altengammes Coach Jan Krey war nach Abpfiff darüber merklich angefressen und machte dies seinem Team gegenüber auch deutlich: „Nicht mal einen Punkt habt ihr verdient, das war grottenschlecht.“ Dabei hatte alles so gut für die Hausherren angefangen. Buck, für Gäste-Trainer Matthias Nagel Mann des Spiels, traf per Flachschuss zum 1:0 (10.) und netzte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Lukas Heitmann (16.) in der 26. Minute erneut ein.

Nachdem Lasse Voigt dann auf 3:1 (32.) erhöhte und zuvor Athanasios Tatsis einen Elfmeter an den Pfosten setzte (28.), hätte niemand mehr einen Cent auf die Gäste gesetzt.

SV Altengamme schlecht sortiert in Halbzeit eins

„Wir waren schlecht sortiert in Halbzeit eins. In der Kabine haben wir aber gemerkt, dass noch was geht. Ich habe gesagt: Deutschland hat mal 4:0 geführt und am Ende 4:4 gegen Schweden gespielt“, so Nagel zur Gemütslage in der Pause.

Es dauerte nur 180 Sekunden ehe sich Marc Misselhorn ein Herz fasste und das Spielgerät aus 32 Metern versenkte – Marke Traumtor, Altengammes Schlussmann Nick Kiesling machte eine unglückliche Figur (48.). Doch die Antwort kam postwendend. Der starke Buck bediente Böttcher – 4:2 (51.).

ATSV spielte schnell durch das Mittelfeld

„Wir hatten alles im Griff. Aber dann geben wir das Spiel komplett ab. Ab dem 4:2 war es eine ganz, ganz schlechte Leistung von uns. Das war absolut enttäuschend!“, schimpfte Trainer Krey. Der ATSV bekam das Zepter förmlich in die Hand gedrückt und spielte schnell durch das Mittelfeld. Heitmann flanke scharf in die Mitte und fand mit Marco Vogler einen Abnehmer (58.).

Der ATSV drückte nun und kam durch den Kopfball von Bennet Gollin zum Ausgleich (72.). Am Ende hatte Finn Ahrend sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß, doch er vergab (80.). So fühlte es sich für Jonas Buck am Ende nur an wie eine Niederlage.

SV Altengamme: Kiesling (4); Reimers (4), Scheu (3-4), Johannsen (3) ab 46. Böttcher (3), Schulz (4); Voigt ab 67. Stegmann (-) Kleinert (4), Reinhardt (3), Bierwagen (4), Voigt (3-4) ab ; Buck (1-2), Alpen (3) ab 85. Pietsch (-).