Wegen Corona

Die Lage des Amateurfußballs: Dürfen Spieler sich so freuen?

Die Jubeltraube des SCVM nach dem Sieg am Sonnabend.

Die Jubeltraube des SCVM nach dem Sieg am Sonnabend.

Foto: Volker Koch / BGZ -Volker Koch

Von Abstand trotz Corona keine Spur: Der SC Vier- und Marschlande feierte die Tabellenführung mit viel Körperkontakt. Ist das erlaubt?

Bergedorf. Unser Foto zeigt die 1. Herren des SC Vier- und Marschlande unmittelbar nach dem Schlusspfiff der Partie am Sonnabend gegen den ASV Bergedorf 85. Spieler und Ersatzspieler des SCVM bejubeln gemeinsam den 1:0-Erfolg gegen den Lokalrivalen und die Verteidigung der Tabellenführung. Was in anderen Zeiten normal wäre, mutet während der Corona-Pandemie seltsam an. „Dürfen die das?“, wollten folglich einige Leser wissen.

Die Antwort lautet: Nein, das dürfen sie nicht! Im Hygienekonzept des Hamburger Fußball-Verbands zur Durchführung von Spielen heißt es klipp und klar: „Auf gemeinsames Jubeln ist aufgrund des Abstandsgebots zu verzichten.“

Amateurfußball muss auf gemeinsames Jubeln verzichten

Theoretisch hätte der Schiedsrichter also hingehen und jedem einzelnen am Jubelkreis beteiligten Spieler Gelb zeigen können. Ebenso übrigens bei einem Mannschaftskreis vor dem Spiel, der genauso untersagt ist. Aber welcher Referee macht so etwas schon?

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SCVM-Coach Thorsten Beyer jedenfalls war alarmiert und kündigte Konsequenzen an: „Als ich das Bild in der Zeitung sah, habe ich mir natürlich auch so meine Gedanken gemacht. So etwas passt einfach nicht in die Zeit. Da werden wir im Mannschaftskreis noch etwas zu besprechen haben.“