Durak Demir

Persona non grata des Hamburger Fußballs

Foto: Bode / Hanno Bode

Bergedorf. Durak Demir, der ehemalige Trainer des GSK Bergedorf, ist auf Hamburgs Fußballplätzen bis Ende Juni 2015 eine unerwünschte Person. Weil sein alter Verein keinen Einspruch gegen das Urteil des HFV eingelegt hat, ist es rechtskräftig. Ob der Ausschluss vom Spielbetrieb gegen den GSK bestehen bleibt, wird am 4. Oktober neu verhandelt.

Bis ans Ende der Welt“ will Hakan Karadiken um seinen GSK Bergedorf kämpfen. Die ersten Schritte dieser womöglich langen Reise ist der Trainer der Landesliga-Fußballer schon gegangen. Am 4. Oktober wird das Urteil des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV) – Ausschluss des GSK Bergedorf vom Spielbetrieb bis zum 30. Juni 2013 – neu verhandelt. Ebenso zur Debatte wird die Geldstrafe in Höhe von 500 Euro stehen. Die verhängten Verbote für die ehemaligen Funktionsträger werden indes nicht Gegenstand der Verhandlung sein und sind somit ab sofort rechtskräftig.

Das bedeutet, dass der ehemalige Trainer Durak Demir für die Zeit vom 18. September 2012 bis zum 30. Juni 2016 keinerlei Ämter im Hamburger Fußball-Verband übernehmen darf. Demir werden eine Tätlichkeit gegen einen Schiedsrichterassistenten sowie weitere Unsportlichkeiten gegen das dazugehörige Gespann angelastet. Zusätzlich ist es ihm bis zum 30. Juni 2015 untersagt, Spiele im Zuständigkeitsbereich des HFV zu besuchen. Er ist nun also eine persona non grata (unerwünschte Person) im Hamburger Fußball.

Gegen Dogan Yildirim, ehemaliger 2. Vorsitzender bei den Bergedorfern, wird wegen desselben Vergehens ebenfalls bis Ende 2014 ein Verbot für die Übernahme von Ämtern ausgesprochen. Kamuran Pelek wurde vom Verband mit 200 Euro Geldstrafe belegt.

Während Karadiken um die Existenz des Vereins kämpft, spielt sein Team am Sonntag gegen Vorwärts-Wacker Billstedt (15 Uhr, Ladenbeker Weg). Ein „Pflichtsieg“ sei das nicht, sagt Karadiken, „aber wenn wir so spielen, wie vergangene Woche, dann kommt etwas Gutes dabei raus.“ Da siegte der GSK 2:0 beim FC Türkiye, der ein heißer Kandidat für den Blockwechsel aller Spieler gewesen ist. „Wenn das Urteil bestehen bleibt, haben wir einen Plan B, der sicher nicht FC Türkiye heißt,“ zeigte sich Karadiken für seine lange Reise gewappnet.