Fußball

Abpfiff

Trikot erschlichen?: Nach dem Freundschaftsspiel gegen die Bundesligaprofis des Hamburger SV war Christoph Hammel für einen Tag in aller Munde. Bei praktisch jedem Hamburger Radiosender schwärmte der Kapitän des SC Schwarzenbek "on air" vom Aufeinandertreffen mit Rafael van der Vaart. Schon in der Halbzeit hatte er in einem TV-Interview freudig berichtet, wie er sich das Trikot des neuen HSV-"Messias" gesichert hatte. Dabei hätte er gar nicht spielen dürfen, das hat jetzt der Hamburger Fußball-Verband "aufgedeckt". Schließlich hatte Hammel drei Tage zuvor in der Landesliga gegen Finkenwerder die Rote Karte gesehen - und diese Sperre galt laut HFV auch für die HSV-Partie. Der Schwarzenbeker, der glaubte, seine Sperre gegen den GSK abgesessen zu haben, bekam nun nachträglich noch ein Spiel Sperre aufgebrummt. Ob er jetzt noch das Van-der-Vaart-Trikot abgeben muss?

Neuaufbau: Abschließend ist das Urteil über den GSK Bergedorf noch nicht gefällt. Doch längst plant der Verein, dem der Zwangabstieg in die Bezirksliga droht, den Neuaufbau. Maßgeblich daran beteiligt ist Rüdiger Au, der designierte Schiedsrichterobmann. "Die alten Zöpfe sind abschnitten. Wir wollen eine deutsche Führung und eine Jugendabteilung", sagt Au, der gerne Gerd Dreller (ehemals Jung-Elstern, jetzt A-Jugend Eichede) als Trainer verpflichten möchte. Die Spieler des aktuellen Liga-Kaders, die bei einem Ausschluss sofort wechseln könnten, will der Verein bei einem anderen Verein "parken".

Glück im Unglück: In der 43. Minute der Partie zwischen Wandsetal und Schwarzenbek wurde das Flutlicht im Sportpark Hinschenfelde plötzlich ungewöhnlich hell. Anschließend gab es einen lauten Knall, und dann krachte die Glasaufhängung des einen Flutlichtmastes herunter und zersplitterte in Tausend Teile. "Das sah aus wie Schnee", beschrieb der Sportliche Leiter des SCS, Frank Flatau, das ungewöhnliche Schauspiel. Glück im Unglück: Der Schiedsrichter-Assistent auf jener Seite befand sich im Moment des Unglücks fünf Meter vom Mast entfernt und wurde nicht getroffen. Referee Stephan Timm löste die Situation, indem er umgehend zur Pause pfiff und die zwei Minuten später nachholte.

Neue Stadionsprecher: Ein Spiel ohne Stadionsprecher wie gegen den SV Rugenbergen, das soll es an den Sander Tannen nicht mehr geben. Also übernahm André Trothe, der Betreuer einer 98er Mannschaft von Bergedorf 85, das Mikrofon. Allerdings nur aushilfsweise: Angeblich hat eine Discjockey Interesse gezeigt. Beim SC Vier- und Marschlande sprang hingegen der erst 14-jährige Jan Tofern für den urlaubenden Siegfried Niemand ein.

Experten-Duell: Matthäus Kosik hat auch sein zweites Experten-Duell gewonnen. Unser Praktikant besiegte den Trainer des SC Wentorf Maxwell Phelps mit 5:4.