SVNA

Erfolg durch mehr Disziplin

Foto: Volker Koch

Nettelnburg. Die Vorbereitung des SV Nettelnburg/Allermöhe verlief vielversprechend. In sieben Testspielen gegen meist höherklassige Gegner präsentierte sich der SVNA für die kommende Saison gut gerüstet. Das Erfolgsrezept des neuen Trainers Klaus Behla: Disziplin und gegenseitiger Respekt.

Angesprochen auf die Anzahl der Platzverweise in den bisherigen Testspielen muss Trainer Klaus Behla laut lachen.

"Keiner", antwortet er nach einer kurzen Pause, "die Spieler wissen, dass sie dann erst einmal hinten dran wären." In der vergangenen Saison hatte das beim SV Nettelnburg/Allermöhe noch anders ausgesehen. Mit einer Vielzahl an Roten und Gelb-Roten Karten (15 in 30 Punktspielen) brachte sich der Fußball-Bezirksligist oft selbst um die Früchte der Arbeit und verpasste somit eine bessere Platzierung als Rang fünf.

Diesmal wird es anders sein. Dafür sorgte Trainerfuchs Behla gleich nach seiner abermaligen Beförderung zum Ligacoach - nach zwei Jahren bei der "Ersten" hatte er zuletzt eine Spielzeit lang die "Zweite" betreut. Sofort machte der 59-Jährige seine Vorstellungen in Sachen Disziplin und gegenseitigem Respekt deutlich. Damit soll es aber auch genug sein. "Das ist Vergangenheit", betont Behla und blickt lieber nach vorn.

Die Zukunftsaussichten der Nettelnburger sind gut bis sehr gut. In sieben Testspielen gegen meist höherklassige Gegner kassierten die Nettelnburger lediglich gegen die Oberligisten SVCN (0:3) und SCVM (2:3) Niederlagen. Die Behla-Elf präsentierte sich in einer Verfassung, die zu den gestiegenen Ansprüchen passt. Behla: "Wenn man uns lässt, wollen wir oben dabei sein. Aber ich wehre mich, den Aufstieg mit Knall und Fall einzufordern."

Der SVNA ist eines der Teams, das dem Topfavoriten Voran Ohe Paroli bieten kann - trotz des Wechsels des besten Abwehrspielers Melih Medoglu zum GSK Bergedorf.

Im Tor dürfte Kai Erschens (zuletzt mit Barsbüttel aufgestiegen) den Stammplatz bekommen, in der Innenverteidigung sorgten die Neuen, Torben Nowacki (MSV) und Krzysztof Baranowski (Reinbek), auf Anhieb für Stabilität. Und vorne haben Spieler wie Dominik Schindler (vormals Beeck), Eugen Del, Daniel Schaible, Dennis Haunert oder Alexander Barnewitz "gute Qualität", wie Behla sagt und ergänzt: "Das macht dieses Jahr einfach viel mehr Spaß. Die Truppe hat sportlich wie menschlich ein anderes Niveau und einfach Lust auf Fußball." Und wer will da schon rotgesperrt draußen sitzen . . .