Abstiegskampf

Der Oststeinbeker SV darf wieder hoffen

Foto: DAMM / Olaf Damm

Oststeinbek. Nach dem aberkannten Sieg gegen Altona 93 (wir berichteten) lastete ein zentnerschwerer Druck auf den Oberliga-Fußballern des Oststeinbeker SV. Auf vier Punkte war der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze nach der Umwertung angewachsen.

Der OSV musste bei der SV Halstenbek-Rellingen also unbedingt gewinnen, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben. Und die junge Mannschaft hielt dem Druck stand, siegte 2:0.

Die Oststeinbeker kämpften um jeden Zentimeter und wurden früh belohnt. Lamin Jawla traf aus 25 Metern in den Winkel (8.). Sekunden vor dem Halbzeitpfiff vergab dann Felix Rehr "die "größte Chance des Jahres" (OSV-Trainer Stefan Kohfahl). Der Stürmer schoss am leeren Tor vorbei. Besser machte es im zweiten Abschnitt Imad Mokaddem, der zum 2:0 abstaubte (69.). Rehr hatte den Ball zuvor an den Pfosten geschossen. Dass es nicht noch einmal eng wurde an, lag an Christoph Werth. Der OSV-Keeper parierte in der 79. Minute gleich zweimal spektakulär. "Das war eine taktisch starke Vorstellung meiner Mannschaft", lobte Kohfahl.

Derweil haben die Oststeinbeker die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sie die Punkte aus dem Altona-Spiel wiederbekommen. Das ist die Sachlage: Verteidiger Seyhmus Atug, der während der Partie gegen den SC Condor Gelb-Rot gesehen hatte, soll anschließend den Schiedsrichter beleidigt haben. Der Unparteiische fertigte einen Sonderbericht an, Atug wurde gesperrt. Entgegen anderer Äußerungen räumte OSV-Anwalt Holger Rochow nun ein, dass "wir es versäumt haben, die Entscheidung abzufragen". Dennoch will er einen Antrag auf eine mündliche Verhandlung beim Hamburger Fußball-Verband einreichen.

Zum einen verweist Rochow darauf, dass Atug im elektronischen Spielbericht für die Altona-Partie keinen Sperrvermerk hatte. Zum anderen will er klären, ob "alle Fristen richtig berechnet wurden" (Rochow). Atug bleibt zudem für eine weitere Partie gesperrt, da er ja gegen Altona gespielt hat. "Es gibt Klärungsbedarf", schließt Rochow.

OSV: Werth; König, Stenzel, Knüppe, Grudzinski; Mokaddem; Weiß, Pohlmann (85. Gödeke), Jawla, Okur (80. Sejdi); Rehr (90. Meyer).