Oststeinbeker SV

Ostbek Pirates wollen neue 3. Liga entern

Foto: Thomas Rokos

Oststeinbek. Am 31. März endet für die neue 3. Liga die Meldefrist. Die Volleyballer des Oststeinbeker SV hatten ihre Entscheidung, ob sie noch mal ein sportliches Abenteuer eingehen wollen, lange hinausgezögert. Jetzt sind die Würfel bei den Ostbek Pirates gefallen.

Die "Piraten" würden im Falle einer Qualifikation für die ab der kommenden Saison neu eingeführte Spielklasse auch dort antreten. Bei einer Teamsitzung nach dem letzten Regionalliga-Heimspiel gegen den VCO Hamburg (3:0) hat sich die Mannschaft für einen möglichen Aufstieg entschlossen.

"Ich habe das erfreut zur Kenntnis genommen. Zuletzt sah es ja eher nicht danach aus", sagte Abteilungsleiter Jan Schneider. "Es gab keine Kampfabstimmung. Wir mussten das Für und Wider abwägen", versichert Spielertrainer Björn Domroese.

Die 3. Liga erfordert nämlich einen höheren organisatorischen Aufwand. Die Oststeinbeker müssen einen Presseverantwortlichen melden. Hallensprecher, Ballholer und ein Wischer für den Boden sind vorgeschrieben. "Dafür muss man erst mal Freiwillige finden", weiß Domroese.

Zudem stehen den Pirates deutlich längere Auswärtsfahrten bis nach Brandenburg und Sachsen-Anhalt ins Haus, da sich die neue Klasse aus den Regionalligen Nord und Nord-Ost zusammensetzt. Der finanzielle Mehraufwand hält sich indes in Grenzen (knapp 1000 Euro).

Der Spielertrainer glaubt zudem an die Konkurrenzfähigkeit der Pirates in Liga 3. "Auch wenn wir es in der Regionalliga-Rückrunde nicht immer zeigen konnten, gehören wir vom Potenzial her nach ganz oben und können auch in der 3. Liga eine gute Rolle spielen", betont Domroese.

Bleibt nur die Frage, ob sich die Oststeinbeker, die sämtliche sechs Niederlagen in der Regionalliga-Rückrunde kassiert haben, sportlich qualifizieren werden. Nach dem deutlichen 25:11, 25:21, 25:9 gegen den VCO Hamburg verspricht das Saisonfinale Spannung pur. Von Platz eins bis fünf ist für den OSV, der am Sonnabend beim Zweiten VfL Pinneberg spielt (18 Uhr, Jahnhalle), noch alles möglich. Die ersten vier des Abschlussklassements sind direkt in der 3. Liga dabei. Der Fünfte muss noch etwas länger warten und den Umweg über eine Aufstiegsrunde nehmen.