Landesliga-Derby

Wehe dem, der strauchelt

Börnsen. Das Kellerduell in der Fußball-Landesliga am heutigen Sonnabend zwischen dem SV Börnsen und dem TuS Aumühle-Wohltorf (15 Uhr, Hamfelderedder) ist im Vorfeld nicht arm an Superlativen. "Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel", betont Aumühles neuer Coach Ulrich Lohmann.

"Das ist ein Neun-Punkte-Spiel", legt Börnsens Trainer Marcel Greve noch einen drauf. Denn der SVB könnte mit einem Sieg nicht nur in der Tabelle am TuS vorbeiziehen, sondern so manchen missratenen Auftritt in dieser Saison vergessen machen.

"Wenn wir uns solche Dinge bereits vor den Spielen ausgerechnet haben, dann gab's meistens hinterher auf die Ohren", mag Greve derartige Rechenspiele gar nicht gern, "daher beschäftigen wir uns nicht mit solchen Blickwinkeln. Beiden Teams hilft nur ein Sieg im Abstiegskampf weiter."

Wie großer Fußball aussieht, kann Börnsens Co-Trainer Sven Lütten berichten, der unter der Woche in München weilte und die 7:0-Gala des FC Bayern gegen Basel live im Stadion miterlebte. Ein wenig von dem Angriffsschwung der Bayern würde sich Greve auch für sein Team wünschen, das mit nur 20 Treffern in 20 Begegnungen das offensivschwächste der Liga ist. Doch wer soll die Tore schießen? Sebastian Busch hat berufsbedingt die ganze Woche nicht trainiert, Benjamin Bode gerade erst eine Erkältung überstanden.

Doch auch die Aumühler haben so ihre Sorgen. Kaveh Raschidy, zuletzt Doppel-Torschütze gegen Bramfeld, hat berufsbedingt in dieser Woche alle drei Trainingseinheiten verpasst. "Trotzdem: Wenn er es rechtzeitig zur Partie schafft, dann spielt er auch", stellt Lohmann klar. Börnsen ist dabei im Abstiegskampf nicht seine größte Sorge. "Unser Fokus liegt ganz klar auf dem GSK Bergedorf", betont Lohmann, "wir müssen versuchen, unsere Zähler zu machen, vor ihnen zu bleiben und sie so müde zu punkten, damit sie die Lust verlieren." Eines ist jedoch vor der Partie in Börnsen schon klar: Für beide gilt: Verlieren verboten!