Bergedorf 85

Hängepartie bei den "Elstern"

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Olaf Lüttke

Foto: Bode / Hanno Bode

Bergedorf/Schwarzenbek. Wer wird Nachfolger von Manfred Nitschke bei Bergedorf 85? Bisher deutete alles darauf hin, als würde Robert Meyer das Traineramt beim Fußball-Oberligisten zur kommenden Saison übernehmen. Doch nach einem Gespräch zwischen dem „Elstern“-Vorstand und Manager Jens Seddig herrscht Uneinigkeit.

„Meyer ist unser Favorit“, bestätigt der 2. Vorsitzende Andreas Hammer. „Doch es gibt noch Differenzen.“ Derweil kann Meyers aktueller Verein, der SC Schwarzenbek, bereits einen Nachfolger für den 41-Jährigen präsentieren. Björn Schehr wird zur kommenden Spielzeit neuer Trainer an der Schützenallee.

Meyer hofft hingegen weiterhin auf ein Engagement an den Sander Tannen. „Wenn es mit ,85’ nicht klappt, ist meine sportliche Zukunft völlig offen“, berichtet der langjährige Bergedorfer Spieler. Ein Grund für die Hängepartie: Meyer, der vor seinem Trainerjob in Schwarzenbek die B-Junioren der Jung-Elstern coachte, verließ den Verein nach Querelen mit dem heutigen 1. Vorsitzenden von „85“, Mathias Hammer. Doch auch das Verhältnis zwischen Hammer und Jens Seddig ist mehr als angespannt. „Es gibt große Differenzen und es ist offen, ob ich weitermachen werde“, sagt der „85“-Manager. Andreas Hammer sieht sich nun in der Rolle des Vermittlers.

Meyer ist allerdings nicht der einzige Kandidat für die Nitschke-Nachfolge. Auch Lothar Dittmer, Olaf Poschmann, der türkische Fußball-Lehrer Tayfun Özüsakiz und ein weiterer Trainer, dessen Namen Andreas Hammer noch nicht nennen will, sind im Gespräch. Wer nun neuer Übungsleiter wird, soll vor der Jahreshauptversammlung von Bergedorf 85 am kommenden Sonnabend geklärt werden. Dann wird auch ein neuer 2. Vorsitzender gewählt, da Hammer sein Amt aus beruflichen Gründen abgibt.

Während sich die Entscheidung bei den „Elstern“ hinzieht, ging ein paar Kilometer weiter in Schwarzenbek alles ganz schnell. Nachdem bekannt wurde, dass Schehr den Bezirksliga-Tabellenführer TuS Aumühle-Wohltorf am Saisonende verlassen will, handelte der Sportliche Leiter des SCS, Frank Flatau, ganz schnell. „Es fehlt mir das Maß an Ehrlichkeit und Offenheit“, sagte Schehr über seine Zeit beim TuS in der bz/LL. Er erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag mit der Option für ein weiteres Jahr. Co-Trainer wird wahrscheinlich Rainer Buschke, mit dem Schehr bereits in Aumühle zusammenarbeitet.

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